Starker Euro bremst Wachstum bei Beiersdorf

Der Nivea-Konzern Beiersdorf ist in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich gewachsen, doch hat der starke Euro das Umsatzplus fast wieder aufgezehrt. Aus eigener Kraft lag das Wachstum gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bei 6,5 Prozent, teilte das Dax-Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Nominal, also nach dem Einfluss der Wechselkurseffekte, legte Beiersdorf gerade noch 0,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro Umsatz zu.

Tesa läuft bei Beiersdorf besser als Nivea. - Archiv

Die Schwankungen der Wechselkurse wirken bei dem weltweit tätigen Konzern mal in die eine und mal in die andere Richtung. In diesem Quartal war der Dollar schwach und der Euro stark, sodass zum Beispiel das Amerika-Geschäft nominal um 8,6 Prozent zurückging, trotz eines organischen Wachstums um vier Prozent. Beiersdorf bekommt zwar mehr Dollar, aber weniger Euro.

Zum Jahresauftakt hat Beiersdorf erneut Rückenwind von seiner Klebstofftochter Tesa erhalten. Die Sparte verzeichnete in den ersten drei Monaten ein stärkeres Wachstum als das wesentlich größere Pflegegeschäft. Beiersdorf kann stets auf gute Geschäfte mit seiner Hausmarke Nivea bauen. Im zurückliegenden Quartal waren es aber vor allem die Apothekenmarke Eucerin und die Luxuskosmetik La Prairie, die stark wachsen konnten. Für das Gesamtjahr sieht sich der Konzern auf Kurs und bestätigte seine Ziele. 2018 soll der Umsatz organisch um etwa 4 Prozent zulegen und die operative Marge stabil bleiben. Angaben zum Ergebnis macht Beiersdorf erst zum Halbjahr.

Vorstandschef Heidenreich begründet die Zurückhaltung mit "hanseatischem Kaufmannstum". Zum Halbjahr werde man mehr wissen, sagte er. Vorsicht sei auch angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in einigen Regionen geboten, in denen der Konzern tätig ist. Für das Gesamtjahr erwartet Beiersdorf weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von etwa 4 Prozent. Die operative Marge dürfte stagnieren.

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