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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.06.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Steven Stokey Daley gewinnt LVMH-Preis 2022

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
03.06.2022

Steven Stokey Daley von S.S. Daley ist der Gewinner des LVMH Prize 2022. Er setzte sich am Donnerstag vor einer hochkarätigen Designer-Jury gegen sieben andere Finalisten durch und konnte den mit USD 300.000 dotierten Nachwuchsförderpreis entgegennehmen.


Die diesjährigen LVMH-Preisträger mit den sieben Jurymitgliedern - FNW


Der mit EUR 150.000 dotierte Karl Lagerfeld-Preis wurde auf zwei Designer aufgeteilt – den Amerikaner Eli Russell Linnetz der Marke Erl und den Schneider Idris Balogun, der sich an der Savile Row ausbilden ließ und später die Marke Winnie New York gründete.
 
"Es fühlt sich an, als hätte ich soeben den Oscar gewonnen", strahlte Daley, als ihm die Schauspielerin Cate Blanchett seinen Award überreichte.

Alle drei Auszeichnungen wurden in der Louis Vuitton Foundation im Westen von Paris überreicht, wobei Linnetz und Balogun an der Preisverleihung von der olympischen Freestyle-Goldmedaillengewinnerin Eileen Gu vertreten wurden.

"Der Preis ist für uns sehr wichtig geworden. Denn in der Jugend liegt die Zukunft des Designs. Und ich blicke gerne 10 Jahre in die Zukunft", erklärte LVMH-CEO Bernard Arnault stolz in seiner riesigen Kunststiftung im südwestlich von Paris gelegenen Bois de Boulogne.

Der Gewinner wurde von einer siebenköpfigen Jury ausgewählt, deren Mitglieder in führender Position bei LVMH tätig sind – Jonathan Anderson, Maria Grazia Chiuri, Nicolas Ghesquière, Kim Jones, Stella McCartney, Silvia Venturini Fendi, Nigo, Kreativdirektor von Kenzo – dazu Delphine Arnault, Jean-Paul Claverie und Sidney Toledano.

Im Vorfeld wählte eine Jury mit 77 Branchenexperten Anfang März in der Vorschlussrunde in Paris aus 20 Teilnehmern 8 Finalisten aus. Zum zweiten Mal in Folge konnte auch das Publikum mitmachen und über 62 000 Menschen gaben ihre Stimme für ihren Lieblingskandidaten online ab.

Zu den weiteren fünf Finalisten zählten das Label Knwls der britischen Designerin Charlotte Knowles und ihres kanadischen Kollegen Alexander Arsenault; die irische Designerin Róisín Pierce; die Marke Tokyo James des britisch-nigerianischen Designers Iniye Tokyo James; Ashlyn der südkoreanischen Designern Ashlynn Park und das Label RyunosukeOkazaki des Japaners Ryunosuke Okazaki.

Den Preisträgern wird zusätzlich zum Preisgeld ein hohes Medieninteresse zuteil, die Auszeichnung führt fast automatisch zu Bestellungen von Trend-Stores aus aller Welt. Doch liefert sie keine sofortige Erfolgsgarantie.

Einige frühere Gewinner wie Grace Wales Bonner (2016), Marine Serre (2017) und Thebe Magugu (2019) entwickelten bedeutende Karrieren mit vielbeachteten unabhängigen Marken. Andere sind in den Mainstream-Markt eingestiegen, wie Thomas Tait (erster Gewinner im Jahr 2014) und Doublet von Masayuki Ino (2018).
 
Paradoxerweise sind es oft die Finalisten, die an der Preisverleihung leer ausgehen, die später die kometenhaftesten Karrieren genießen – wie Jonathan Anderson, Virgil Abloh und Simone Rocha.
 

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