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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.02.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Sucht Chloé einen Nachfolger für Natacha Ramsay-Levi?

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.02.2020

Bereitet sich Chloé auf die Zeit nach Natacha Ramsay-Levi vor? Quellen zufolge sucht das neue Management der Marke der Richemont-Gruppe einen Nachfolger, der die kreative Leitung der Bereiche Prêt-à-porter, Lederwaren und Wohnaccessoires übernimmt.


Chloé - Frühjahr/Sommer 2019 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Eine Sprecherin des Unternehmens spielte die Gerüchte gegenüber FashionNetwork.com herunter: "Wir möchten diese Information offiziell dementieren".
 
Obwohl die Designerin seit ihrer Ankunft im Haus Chloé die Accessoires – Schmucklinie, Schuhe – erweitert hat, könnte die Ernennung des neuen CEO, Riccardo Bellini, der von Maison Margiela kommt, der Grund für eine bevorstehende Veränderung sein.

Einigen Quellen innerhalb Chloés zufolge soll die Designerin als "zu diskret" gelten. Die im Studio Berçot ausgebildete Designerin, die 15 Jahre lang die rechnte Hand von Nicolas Ghesquière bei Balenciaga war und anschließend bei Louis Vuitton arbeitete, kam im April 2017 zu Chloé. Sie trat damit die Nachfolge von Clare Waight Keller an, die zu Givenchy wechselte. Von Anfang an betonte die Designerin den Wunsch, "Chloé nicht zu revolutionieren, sondern die Marke weiterzuentwickeln" und "eine Ästhetik zu schaffen, die zugleich raffiniert und nonchalant ist, eine Balance zwischen einer sanften und starken Frau"

Aber diese Strategie scheint nicht aufzugehen. Die Verkäufe sollen sich im Vergleich zu den Vorgängern (Clare Waight Keller, Phoebe Philo) auf Halbmast befinden. Auf Nachfrage stellen amerikanische Käufer vor allem die sehr hohen Preise für die Zielkunden fest. Eine Tendenz, die durch die von der französischen Firma Chloé Soc vorgelegten Finanzergebnisse (die nur einen Teil der Aktivitäten der Marke abdecken) bestätigt wird. Dieses Unternehmen hat in den letzten Jahren starke zweistellige Umsatzrückgänge verzeichnet. Das in Paris ansässige Unternehmen hat für sein Ende März 2019 abgelaufenes Geschäftsjahr einen Umsatz von 91 Millionen Euro gegenüber 215 Millionen Euro im Vorjahr erzielt. Bereits zwischen 2017 und 2018 hatte die Marke einen Umsatzrückgang von 38,29% erlitten.

Innerhalb der Richemont-Gruppe werden die Modemarken in der Kategorie "Other Business" klassifiziert, die 13% des Geschäfts ausmacht – mit Labels wie Dunhill, Peter Millar, Montblanc, Alaïa und Serapian. Im September 2019 zählte Chloé 228 Verkaufsstellen, von denen 124 direkt betrieben werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der letzten Jahresergebnisse der Gruppe Ende 2019, erzielte der Geschäftsbereich Other Business einen Umsatzanstieg von 2% auf 1,88 Milliarden Euro, verzeichnete jedoch auch einen Verlust von 100 Millionen Euro.

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