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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
04.11.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Swarovski nimmt radikalen Umstrukturierungsplan in Angriff

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
04.11.2020

Beeinträchtigt durch die Coronavirus-Krise wird Swarovski einen drastischen Umstrukturierungsplan in Angriff nehmen. Damit verbunden sind 6.000 Stellenkürzungen – das entspricht etwas mehr als 20% der Gesamtbelegschaft – und Ladenschließungen. Dieser Umstrukturierungsplan, der größte in der 125-jährigen Geschichte des Unternehmens, wurde von den Aktionären der österreichischen Gruppe gebilligt, wie Bloomberg verrät.

Der Kristallspezialist will sich verkleinern - Swarovskigroup.com


Auf Anfrage von FashionNetwork.com bestätigte das Unternehmen, dass es "sein Geschäft auf eine neue Vision und Wachstumsstrategie ausrichtet, indem es sich eingehend mit seinen bestehenden Organisationsstrukturen und seinem Geschäftsmodell auseinandersetzt. Zu diesem Zweck werden alle Prozesse und Aktivitäten des Unternehmens weltweit überprüft, um sicherzustellen, dass sie mit der Strategie und der Geschäftsrealität in Einklang stehen."

"Dieses Programm zur Größenanpassung globaler Aktivitäten hat bereits mehr als 6.000 Stellen weltweit betroffen. Dies waren zutiefst schwierige und traurige Entscheidungen, die zu treffen waren. Aber leider waren sie notwendig, um die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens und der Marke zu schützen", erklärt Swarovski und fügt hinzu, dass das Unternehmen "einen kleinen Teil" seiner Geschäfte schließen wird, "um unser Vertriebsnetz im Einklang mit unserer neuen Strategie zu optimieren".

Nach Angaben der amerikanischen Presseagentur gelang es CEO Robert Buchbauer, der sich gegen die Gründerfamilie stellte, seine Strategie durchzusetzen und fast 80% der Aktionäre für seinen Plan zu gewinnen. Dieser sieht vor, "die Aktivität auf dem unprofitablen Verbrauchermarkt zu reduzieren und sich auf teurere Schmuckprodukte mit höheren Margen, einschließlich Ringe und Armbänder, zu konzentrieren", wobei beabsichtigt ist, das Angebot zu reduzieren, um es exklusiver zu machen.

Der Kristallhersteller hatte bereits Ende Juni angekündigt, aufgrund der sinkenden Nachfrage in den USA und Asien weltweit 600 Arbeitsplätze abzubauen, davon 200 am historischen Standort Wattens unweit von Innsbruck. Im Herbst dieses Jahres beschloss der Kristallhersteller unter Hinweis auf den immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck und die Pandemie einen weiteren Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen in seinem Werk in Westtirol.
 
Der 1895 von Daniel Swarovski gegründete Konzern beschäftigt 34.500 Mitarbeiter und produziert in Österreich, Indien, Thailand, Vietnam, Serbien und den USA Kristalle, die in rund 170 Länder verkauft werden.

Mit diesem Plan wird der Turnaround von Swarovski, das im Jahr 2019 2,7 Milliarden Euro erreicht hat, voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern, da der Umsatz laut Bloomberg in diesem Jahr um rund ein Drittel zurückgehen werde.

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