Symrise bleibt nach durchwachsenem Jahresstart optimistisch

Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise blickt angesichts einer guten Nachfrage der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie weiter zuversichtlich auf das Gesamtjahr. "Wir haben einen dynamischen Jahresstart hingelegt und sehen uns dank unserer starken Marktposition gut aufgestellt", sagte Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram laut Mitteilung vom Dienstag. Für 2018 peilt er nach wie vor ein profitables Wachstum über dem des relevanten Marktes an, das auf 3 bis 4 Prozent geschätzt wird. Die Aktie legte in der ersten Handelsstunde deutlich zu.

Hohe Rohstoffkosten beschneiden die Gewinne. - Symrise

Im ersten Quartal sorgte ein starkes Geschäft mit Aromen etwa für Lebensmittel und Getränke für Schwung. Auch Zusätze für Heimtiernahrung waren gefragt. Gegenwind kam aber vom starken Euro sowie durch einen angekündigten Rückgang im Geschäft mit Probiotika wegen des Lagerbestandsabbaus eines großen Kunden. Der Umsatz stieg insgesamt um 1,5 Prozent auf 777 Millionen Euro. Bei konstanten Wechselkursen sowie ohne Zu- und Verkäufe hätte das Wachstum 7,5 Prozent betragen.

Beim operativen Gewinn blieb wegen der Belastungen durch den Euro sowie höherer Rohstoffkosten allerdings weniger hängen als noch vor einem Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um fast 6 Prozent auf rund 156 Millionen Euro. Bei einem hohen Eurokurs bleibt von in US-Dollar erzielten Gewinnen nach der Umrechnung weniger hängen. Hinzu kamen etwa Anlaufkosten für ein neues Werk in den USA.

Die operative Ergebnismarge fiel damit zwar im Jahresvergleich um 1,5 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent. Sie lag aber immer noch auf dem Niveau des Ziels für 2018 von rund 20 Prozent. Mittelfristig - das heißt bis Ende 2020 - soll die Profitabilität in einer Bandbreite von 19 bis 22 Prozent liegen.

Dass die Rohstoffkosten etwa für Vanille hoch sind und die Branche unter dem Ausfall eines wichtigen Grundstofflieferanten leidet, ist hinlänglich bekannt. Hier kommt Symrise zugute, einen Teil der benötigten Grundstoffe selbst herstellen zu können. "Die Situation bei den Rohstoffen bleibt erwartungsgemäß angespannt", schrieb Analyst Patrick Roquas vom Investmenthaus Kepler Cheuvreux in einer Studie. Er lobte vor allem die besser als gedachte Umsatzentwicklung. Der Gewinn habe seine Erwartungen erfüllt.

Am Markt fanden die Resultate Anklang. Die Aktien stiegen im frühen Handel um 3,92 Prozent auf 70,54 Euro. Sie waren damit Spitzenreiter im MDax. Das Rekordhoch von 73,70 Euro aus dem Januar rückte damit wieder näher, nachdem die Papiere nach der Vorlage der Zahlen für 2017 im März noch in Richtung 60 Euro abgesackt waren.

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