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Veröffentlicht am
14.06.2019
Lesedauer
7 Minuten
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Takko CEO Alexander Mattschull: "Der Markteintritt in Frankreich ist bis heute ein voller Erfolg"

Veröffentlicht am
14.06.2019

Am 1. Februar hat Alexander Mattschull bei Takko Fashion den CEO-Posten von seinem Vater Arnold Mattschull, der in den Beirat wechselte, übernommen. Den westfälischen Textil-Discounter, der zuletzt leichte Verluste einstecken musste, kannte er da schon lange wie seine Westentasche. Takko verstärkt derzeit seine Expansionsstrategie innerhalb Europas und hat seit Beginn des Geschäftsjahres 2018/2019 über 100 Filialen u.a. in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Rumänien und Tschechien eröffnet. FashionNetwork.com hat mit Mattschull über aktuelle Herausforderungen im Modemarkt, die europaweite Expansion der Marke, sowie über soziale Standards in den Produktionsländern und Nachhaltigkeit gesprochen.

CEO Alexander Mattschull. - Takko Fashion


FashionNetwork.com: Herr Mattschull, wann hat sich Ihr Vater zuletzt bei Ihnen kritisch aus dem Beirat gemeldet? 

Alexander Mattschull: Mein Vater hat viel Herzblut ins Unternehmen gesteckt und natürlich verfolgt er die Entwicklung von Takko Fashion nach wie vor sehr aktiv – auch als Mitglied unseres Beirats. Seit seinem Wechsel sind erst wenige Monate vergangen und ich stehe im ständigen Dialog mit ihm. Bisher gibt es keine kritischen Anmerkungen, aber dennoch gibt es vieles, was ich aus den Diskussionen mit meinem Vater mitnehmen kann. Egal ob als CEO oder als Beiratsmitglied – mein Vater ist ein Querdenker, der gerne auch unbequeme Wege geht – und damit ein wertvoller Diskussionspartner für mich ist. Trotzdem führe ich das Unternehmen auf meine eigene Art und Weise.


FNW: Takko scheint den schwierigen Sommer 2018 und den allgemeinen Marktdruck recht gut verkraftet zu haben. Sie expandieren mit eigenen Läden wie kaum ein anderer Filialist in Europa. Was ist ihr Geheimnis? 

AM: Den Kunden gefällt unser Konzept: Attraktive Mode verbunden mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Wir haben eigene Designer, die viel in den Modemetropolen unterwegs sind, Trends aufspüren und diese in die Takko-Welt
übertragen. Ein großer Pluspunkt ist sicherlich auch unser dichtes Filialnetz, wodurch wir eine gute Erreichbarkeit gewährleisten. Wir sind dort, wo unsere Kunden sind und das schätzen sie.


FNW: Frankreich, wo Takko Fashion im Februar 2018 gestartet ist, hat Ihr Vater noch als CEO bereits als Wachstumsmarkt betrachtet. Elf Filialen haben Sie im Nachbarland bis heute eröffnet, die überdurchschnittlich gut gestartet sein sollen. Weitere 30 Läden sollen folgen. Wo planen Sie die Eröffnungen alle? 

AM: Der Markteintritt in Frankreich ist bis heute ein voller Erfolg und wir haben aktuell 18 Stores. Unsere Filialen performen sehr gut, so dass wir weitere Eröffnungen im Großraum von Paris sowie an allen Grenzen zu den Bestandsmärkten Belgien, Deutschland und Schweiz planen.


FNW: Ist es nicht schwierig im "Modeland" Frankreich als deutscher Textil-Discounter den Fuß in die Tür zu kriegen? Passen Sie das Design entsprechend an oder wird exakt dieselbe Ware angeboten wie auf dem deutschen Markt?

AM: Selbstverständlich hat jedes Land bzw. vor allem jeder Kunde seinen eigenen Geschmack. Mit unserer europäischen Gesamtkollektion gelingt es uns sehr gut, auf die Wünsche der Kunden einzugehen und wir treffen auch den Geschmack der Kunden im "Modeland" Frankreich.


FNW: Was sind aus Ihrer Sicht die besonderen Herausforderungen auf dem französischen Markt? 

AM: Das wichtigste ist es natürlich, dem Kunden ein attraktives Sortiment anzubieten. Doch darüber hinaus sind es die klassischen Themen, die uns als Filialist in allen Ländern begegnen: Suche von geeigneten Standorten in der Retail-Landschaft, die in jedem Land eine andere ist und ganz praktische Dinge wir Baugenehmigungen, Filialumbauten etc. – also alle Schritte bis eine neue Filiale tatsächlich eröffnet werden kann. Die Erschließung eines neuen Landes bedeutet für uns auch immer erstmal komplett neue Strukturen aufzubauen. Aber natürlich ist es auch der lokale Wettbewerb, gegen den wir uns durchsetzen wollen. All diese Aufgaben können wir nur gemeinsam als Team bewältigen und agieren sowohl von Frankreich selbst aus als auch in unserer Zentrale in Telgte.


FNW: In Straßburg haben Sie eine Dependance gegründet. Soll daraus vielleicht eine Art französisches Headquarter werden?

AM: Wir haben in der Vergangenheit gelernt, dass es wichtig ist, einen eigenen Verwaltungsstandort im jeweiligen Land zu haben. Neben der Umsetzung von landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften kann durch ein Headquarter vor Ort,
nicht nur aufgrund der Sprache, auch ein besserer Kontakt zu unseren Stores gewährleistet werden.

Blick auf die Zentrale in Telgte. - Takko Fashion


FNW:  Welche Auslandsmärkte stehen für Sie außerdem im Fokus? 

AM: Derzeit sehen wir in unseren bestehenden Märkten noch viel Potenzial. Nehmen wir Frankreich: Ein Land, größer als Deutschland, bietet uns noch viele weiße Flecken und damit viele Optionen für weitere Stores. Aber auch in jedem anderen der 16 Länder suchen wir immer wieder neue Expansionsmöglichkeiten. Dennoch wollen wir uns keinen Optionen verschließen und prüfen immer wieder auch neue Auslandsmärkte.


FNW: Sie haben über ein Jahrzehnt auch die Bereiche Produktmanagement, Sourcing, Qualitätsmanagement, Planning & Allocation verantwortet und dabei die Auslandsbüros des Unternehmens in Indien, China und Bangladesch aufgebaut. Die als Produktionsländer für die Textilindustrie besonders relevanten Staaten geraten auch nach der Katastrophe von Rana Plaza 2013 immer wieder in die Schlagzeilen. Wie haben Sie die Situation in den letzten Jahren vor Ort erlebt? 

AM: Seit Rana Plaza hat sich viel getan. Durch die Gründung des Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh und den Nachfolge-Transition Accord, die wir beide unterzeichnet haben, wurden wichtige Maßnahmen für die Gebäudesicherheit implementiert. Generell hat sich aus meiner Sicht die Sensibilität für die Themen Arbeitssicherheit und soziale Standards sehr erhöht.


FNW: Fanden Sie die Berichterstattung über das Thema hierzulande immer angemessen? 

AM: Ich finde es wichtig, dass über ein solches Ereignis umfangreich berichtet wird. Die Berichterstattung trägt viel zur Aufklärungsarbeit bei und baut auch gesellschaftlich einen gewissen Druck auf. Das ist wichtig, denn es gibt Einiges zu
verbessern. Vieles geht dabei nicht von heute auf morgen, aber viele Unternehmen und dazu zähle ich auch uns, sind sehr engagiert in diesem Bereich. Aber es ist ein langer Weg mit vielen kleinen Schritten. Gerade nach den jüngsten
Entwicklungen durch die banglaneschische Regierung zeigt sich aber, dass die oft unterschiedlichen Vorstellungen der verschiedenen Parteien eine Lösung komplex machen.


FNW: Welche Maßnahmen hat Takko Fashion in den vergangenen Jahren initiiert, um die Bedingungen in den Fabriken seiner Zulieferer zu verbessern?

AM: Nicht erst seit der Katastrophe in Bangladesch nehmen wir das Thema sehr erst: Takko Fashion engagiert sich schon seit vielen Jahren für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten. Um die Bedingungen in den Fabriken verlässlich und langfristig zu verbessern, haben wir bereits 2007 einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für Lieferanten und Hersteller eingeführt. Sowohl mit eigenen Audit-Teams als auch mit unabhängigen externen Partnern prüfen wir seitdem regelmäßig die Einhaltung unserer Standards direkt vor Ort. Um unsere Kräfte sinnvoll und effizient zu bündeln, ist ein weiterer Bestandteil unserer Aktivitäten die Zusammenarbeit mit Bündnissen.


FNW: Sie arbeiten seit 2011 auch eng mit der Fair Wear Foundation zusammen.

AM: Ja, gemeinsam setzen wir uns für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten ein. Darüber hinaus sind wir Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien und engagieren uns auch dort in verschiedenen Arbeitskreisen, die unmittelbar und mittelbar Einfluss auf die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten haben. Seit 2018 sind wir Mitglied der BCI – einem Zusammenschluss aus Herstellern, Baumwoll-Farmern, NGOs und Brands – mit dem gemeinsamen Ziel zur Etablierung eines nachhaltigeren Baumwoll-Anbaus.


FNW: Wie sieht aus Ihrer Sicht heute der klassische Takko-Kunde aus? 

AM: Wir haben nicht DEN einen typischen Takko-Kunden, sondern eine Vielzahl verschiedener Kunden! Man kann aber dennoch sagen: Wir bedienen die moderne Familie – egal in welcher Ausprägung. Unsere Kunden entscheiden sich für uns, weil wir als Takko Fashion für attraktive Mode, verbunden mit einem Top Preis-Leistungsverhältnis stehen.


FNW: Was ist Ihre aktuelle Marketing-Strategie? 

AM: Mit unserer neuen Kampagne "Alles Takko" stellen wir auf allen Kanälen das Thema Qualität in Kombination mit dem sensationellen Preis-Leistungsverhältnis noch einmal besonders in den Fokus. 


FNW: Welche Rolle spielt Social Media für Takko Fashion? 

AM: Unsere Social-Media-Kanäle spielen eine wichtige Rolle. Wir stehen hier im direkten Kontakt mit unseren Kunden und das bietet vielfältige Möglichkeiten: Inspirationen mit aktuellen Trends, ebenso wie die Interaktion. Wir erhalten direktes und wertvolles Feedback unserer Kunden. Auch für die Zukunft steckt hier noch enorm viel Potential. Kooperationen mit Influencern wie Silvana Denker oder Jasmin Rebecca gehören ebenfalls bereits fest zu unseren Social-Media-Aktivitäten.


FNW: Wie wollen Sie als Smart Discounter das Wachstum von Takko Fashion strategisch weiter vorantreiben? Wie grenzen Sie sich von den direkten Mitbewerbern ab? 

AM: Customer First – das ist unser wichtigstes Merkmal als Smart Discounter. Es geht darum, die Wünsche des Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Aktuell ist der Bekleidungsmarkt einem starken Wandel unterworfen. Allein das vergangene Geschäftsjahr war aufgrund des langen Winters und des heißen Sommers für die Branche sehr schwierig. Viele haben die Auswirkungen zu spüren bekommen und auch namhafte Player sind in Schwierigkeiten geraten. Die Lage unserer Stores in den Fachmarktzentren und damit unmittelbar in der Nähe von Anbietern des täglichen Bedarfs kommt uns auch in frequenzschwachen Zeiten in den Innenstädten zu Gute. Mit unserem Omnichannel-Ansatz sind wir immer und überall für unsere Kunden erreichbar. Als vollvertikaler Anbieter können wir dazu auch kurzfristigen Trends am Markt begegnen.


FNW: Worin sehen Sie die Kernaufgabe? 

AM: Takko Fashion stabil für die Zukunft aufzustellen. Damit geht es nicht nur um die Sicherung des Umsatzes und Ertrags sondern auch um die internen Strukturen. Aus meiner Sicht ist es als erfolgreiches Unternehmen unerlässlich, sich selbst und seine Arbeitsweisen immer wieder zu hinterfragen und nach neuen Möglichkeiten und Chancen zu suchen. Trägt das, was wir tun und wie wir es tun langfristig zum Unternehmenserfolg bei? Welche neuen Chancen sehen wir? Dabei bietet die Digitalisierung sicher viele Möglichkeiten: sowohl im Kontakt mit dem Kunden als auch die Chance, die eigenen Prozesse effizienter zu gestalten.

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