Tchibo: Neue Direktorin für Unternehmensverantwortung

Nanda Bergstein rückt innerhalb des Tchibo-Konzerns auf den Posten der Direktorin für Unternehmensverantwortung. Sie folgt auf Achim Lohrie, der die Position elf Jahre bekleidet hatte.  

Nanda Bergstein ist neue Direktorin für Unternehmensverantwortung. - Tchibo

Bergstein startete bereits 2007 bei Tchibo im Bereich Corporate Responsibility für das Thema Menschenrechte in den Lieferketten. Sie verantwortete zuletzt den Bereich Lieferantenbeziehungen und Nachhaltigkeit für das Non-Food-Geschäft der Tchibo GmbH.

2011 wechselte Bergstein in den Non Food Bereich um Nachhaltigkeit in die Kerngeschäftsprozesse zu integrieren. Sie war u.a. maßgeblich an den Verhandlungen um das Bangladesch Brandschutzabkommen (Akkord) und die Initiative ACT on Living Wages beteiligt.

Vor 2007 hatte Bergstein als Unternehmensberaterin bei der Systain Consulting Sozialmanagementsysteme bei Marken- und Handelsunternehmen aufgebaut sowie Lieferanten in Asien qualifiziert. Sie hat einen Bachlorabschluss in Internationalen Beziehungen (TU Dresden) und einen Masterabschluss in Gender, Develoment and Globalisation (London School of Economics).

Mit Blick auf die kollektiven Anstrengungen nach der Katastrophe in der Textilfabrik von Rana Plaza im April 2013 sieht Bergstein den Hamburger Konzern auf dem richtigen Weg. Dazu habe vor allem eine internationale Allianz von Gewerkschaften, Textilunternehmen und Nicht-Regierungsorganisationen beigetragen: Der Bangladesh Accord on Fire and Building Safety, der Gebäudesicherheit und Feuerschutz in mehr als 1.600 Fabriken des Landes umsetzt und vorantreibt.

Als eines der Gründungsunternehmen habe Tchibo zusammen mit dem Accord seine Produktionsstätten in den vergangenen Jahren umfassend überprüft und Verbesserungen angestoßen. Die Bilanz: 92 Prozent der
identifizierten Missstände in den 27 Fabriken, mit denen Tchibo in dieser Zeit zusammengearbeitet hat, wurden bislang behoben (Branchendurchschnitt: 82 Prozent).

"Ohne den Accord hätte man den heutigen Sicherheitsstandard in Bangladesch in den nächsten 15 Jahren nicht erreicht", so Bergstein. "Den Erfolg dieses kooperativen Ansatzes versuchen wir nun mit den gleichen Stakeholdern im neuen, sogenannten 'Transition Accord' weiterzuentwickeln und insbesondere die Rolle der Gewerkschaften und Trainings weiter zu stärken.

Hierbei will Bergstein auch weiter um Unterstützung seitens der Bundesregierung werben. 

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