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Veröffentlicht am
14.06.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Tchibo und Otto testen nachhaltiges Versandsystem

Veröffentlicht am
14.06.2019

Tchibo und Otto sind Teil des Pilotprojekts PraxPack, das Anfang 2020 wiederverwendbare Versandpackungen einführen möchte. Das nachhaltige Versandsystem soll Abfall, Ressourcen und CO2–Ausstoß reduzieren. Initiator des Projekts ist das Hamburger Institut für Ökologie und Politik. PraxPack wird außerdem vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Tchibo und Otto möchten Versandpackungen reduzieren - Tchibo


Das Pilotprojekt PraxPack will ein Mehrwegsystem im Versandhandel ermöglichen, um mittelfristig eine substanzielle Senkung des verpackungsbedingten Ressourcenverbrauchs und hiermit verbundener Abfallmengen erreichen. Die wiederverwendbaren Taschen bezieht das Projekt von Repack. Repack wurde 2011 in Finnland gegründet und bietet Polypropylen Taschen in drei Größen S (0-6 Liter), M (6-21 Liter), L (20-45 Liter) an. Zu den aktuellen Kunden zählen vor allem skandinavische Shops und junge Unternehmen aus Großbritannien und Belgien.

Das nachhaltige Versandsystem sei vor allem für Textilien geeignet, erklärt Tchibo. Der Kunde erhält die Ware in einer Tasche von Repack. Nach der Entnahme faltet der Kunde die Tasche in Kuvertformat zusammen und sendet diese and die Rücksendeadresse. Die Leerverpackungen sollen an einen zentralen Dienstleister gehen und die Retouren direkt an Tchibo.

"Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir unter anderem auf die Einsparung von Ressourcen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Reduzierung von Verpackungsmaterial. Deswegen suchen wir auch im Bereich Logistik nach sinnvollen Mehrweglösungen. Daher beteiligen wir uns an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) co-finanziertem Projekt PraxPack. Im Rahmen dessen soll ein Einsatz vom Mehrwegverpackungen erprobt werden. Die Ergebnisse werden der Branche zur Verfügung gestellt werden", so Tchibo.
   
In Deutschland fallen beim Endverbraucher pro Jahr über 750.000 Tonnen Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton (PPK-Verpackungen) und über 50.000 Tonnen Kunststoffverpackungen an. Somit gehen mehr als ein Viertel der PPK-Verpackungsabfälle in den Privathaushalten auf den Versandhandel zurück. Die Tendenz sei steigend, denn bis 2020 werde im Versandhandel ein weiteres Wachstum von etwa 20 Prozent erwartet, wie Tchibo im Rahmen des Pilotprojekts mitteilt.
 
Das Verbundvorhaben ist am 1. Juni 2019 gestartet und hat eine Dauer von 32 Monaten. Sichtbarer Start ist in Q1 2020. Neben Tchibo und Otto nehmen auch Avocadostore, die Deutsche Post DHL, der Verpackungshersteller Cargo Plast und die Gesellschaft für Verpackungsforschung am Projekt PraxPack teil.

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