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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
15.11.2021
Lesedauer
4 Minuten
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Ted Baker: Performance liegt trotz Verbesserung unter den Werten von 2019

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
15.11.2021

Am Donnerstag enthüllte Ted Baker die Ergebnisse der ersten 28 Wochen des Geschäftsjahres (Stichtag: 14. August). Die Marke sei zu Wachstum und einer besseren Rentabilität zurückgekehrt, doch habe sie weitere Verluste eingefahren. Für das dritte Quartal (bis 6. November) veröffentlichte das Unternehmen Zahlen, die auf eine weitere Verbesserung hindeuten. Dennoch bleiben die Werte hinter denjenigen der Vor-Corona-Zeiten zurück.


Ted Baker


Mit Blick auf das dritte Quartal bleiben die niedrigen Kundenzahlen in den Läden ein Schwachpunkt, doch stieg der Konzernumsatz getragen durch die Erholung im physischen Einzelhandel, Großhandel und Lizenzgeschäft um 18 Prozent.

Der Einzelhandelsumsatz in den Läden stieg im Jahresvergleich um 34 Prozent, doch im Vergleich zum dritten Quartal 2019 ergab sich ein Rückgang um 38 Prozent.

Das Unternehmen berichtete weiter von "starken Performanceunterschieden in unseren Filialgruppierungen, wobei Läden in Städten deutlich schneller zu den Werten von 2019 tendieren. Die Performance im Reiseeinzelhandel bleibt aufgrund der anhaltend niedrigen Besucherfrequenz weiter schwach".

Im Onlinehandel ergab sich im dritten Quartal im Jahresvergleich ein Minus von 10 Prozent, da die Kunden verständlicherweise wieder in die Läden zurückkehrten, doch im Zweijahresvergleich verbesserte sich der Umsatz um 4 Prozent.

Gemessen am Vergleichsquartal 2020 ergab sich im Großhandel und Lizenzgeschäft ein Plus von 24 Prozent. Doch die Tatsache, dass sich im Zweijahresvergleich ein Rückgang um 33 Prozent ergibt, zeugt davon, dass das Unternehmen noch einen weiten Weg vor sich hat. Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr hingegen sei auf die "anhaltende Erholung der Ladenumsätze und den guten Fortschritt mehrerer Lizenzprodukte, einschließlich bei Next (Kindermode und Unterwäsche), Baird (Anzüge) und beiden Brillenpartnern" zurückzuführen.

Insgesamt sieht das Unternehmen anhaltende sequenzielle Verbesserungen mit höheren Margen, während es sich im Premium-Bereich wieder aufbaut. Das Vollpreis-Sortiment verbesserte sich im ersten Halbjahr um 500 Basispunkte und für das dritte Quartal sprach das Unternehmen insgesamt von einer "soliden Liquiditätslage".

Weiter verspüre Ted Baker aktuell nur "beschränkte negative Auswirkungen der globalen Lieferkettenstörungen oder steigenden Inflation". Das Unternehmen verfüge über "ein Bündel an Minderungsstrategien, um die Auswirkungen zukünftiger Lieferkettenstörungen und Kosteninflation zu minimieren".

Mit Blick auf das erste Halbjahr erklärte CEO Rachel Osborne, dass das Unternehmen "dem Umwandlungsplan folgt". Der Konzernumsatz stieg gemessen am Vorjahreswert um 17,6 Prozent, sank jedoch im Vergleich zum Wert von 2019 um 36,4 Prozent auf GBP 199,3 Millionen (EUR 233,9 Mio.).

Der Vorsteuerverlust belief sich auf GBP 25,3 Millionen (EUR 29,7 Mio.), was im Vergleich zum Minus von GBP 86,4 Millionen (EUR 101,4 Mio.) vor einem Jahr eine Verbesserung darstellte. Doch diese Verbesserung um mehr als 70 Prozent im Jahresvergleich muss mit dem Rückgang um 10,1 Prozent im Vergleich mit 2019 relativiert werden.

Wenigstens verbesserte sich die Bruttomarge um 250 Basispunkte auf 55,7 Prozent, da das Unternehmen mehr Vollpreisprodukte verkaufen konnte. Dies widerspiegelte sich auch im geringeren Verlust im laufenden Geschäftsjahr.

Der Markenumsatz verbesserte sich im ersten Halbjahr um 23 Prozent auf GBP 433 Millionen (EUR 508 Mio.) und das Umsatzwachstum um 17,6 Prozent im Jahresvergleich wurde durch die Rückkehr des Einzelhandelswachstums und die teilweise Lockerung der globalen Corona-Einschränkungen ermöglicht.

Der Einzelhandelsumsatz (inkl. Onlinehandel) stieg im Jahresvergleich um 10,4 Prozent auf GBP 136,9 Millionen (EUR 160,7 Mio.) und währungsbereinigt um 14,1 Prozent. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete der Konzern im Onlinehandel GBP 63,6 Millionen (EUR 74,7 Mio.), ein Rückgang um 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzentwicklung sei durch "die Abkehr vom stark auf Sonderaktionen gestützten Ansatz im Vorjahr und die Rückkehr zum Premium Positioning begünstigt". Doch im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit verbesserte sich der Onlinehandelsumsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs um 22 Prozent.

Weiter haben die "neuen Impulse" in der Produktkategorie den Umsatz den Erwartungen entsprechend angekurbelt. Das "Sortiment mit Trendprodukten verbesserte sich in der Womenswear mit dem Interesse der Kunden an den neuen Kollektionen". In der Menswear schnitten neuere Einstiegspreis-Produkte in der Kernkollektion gut ab".

In der Bekleidungskategorie machten Angebote für besondere Anlässe in den Damen- und Herrenkollektionen ein starkes Comeback. Insbesondere Formalwear und Anzüge erlebten einen "ausgeprägten Aufschwung". Auch die Accessoires-Kollektionen für Damen und Damen-Schuhen haben sich gut entwickelt, während die Herrenschuhe sogar "über den Erwartungen abschnitten".

Geografisch aufgeschlüsselt ergab sich in Großbritannien und Europa im ersten Halbjahr im Jahresvergleich ein Umsatzanstieg um 11,2 Prozent, in Nordamerika ein Plus von 32,9 Prozent, während sich der Umsatz in den verbleibenden Ländern mehr als verdoppelte.

Im laufenden zweiten Halbjahr habe der Konzern regional ein "breites Spektrum an Wachstumschancen, um Ted Baker weiter als wahrhaft globale Lifestyle-Marke zu etablieren". Nach "umfassenden Recherchen und Analysen" habe das Unternehmen Nordamerika, Deutschland, China und den Nahen Osten als "prioritäre Märkte" ausgemacht, die "materielle Gewinnwachstumschancen mit moderatem Kapitaleinsatz" bieten.

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