Textilbündnis: Mitglieder appellieren an Bangladeschs Premierministerin

Mit einer Stimme: Unternehmen und Wirtschaftsverbände, Organisationen der Zivilgesellschaft sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben die Regierung von Bangladesch dazu aufgefordert, sich für höhere Mindestlöhne einzusetzen und entsprechende Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen.

Mit dem Textilbündnis sollen soziale und ökologische Mindeststandards in der Lieferkette durchgesetzt werden – vom Baumwollfeld bis zum fertigen Kleidungsstück. - Textilbündnis

Die Unterzeichner eines Schreibens an Premierministerin Sheikh Hasina, darunter der Handelsverband Deutschland (HDE), appellierten an die Regierung, Tarifkämpfe von Aktivisten und Gewerkschaften für höhere Mindestlöhne zuzulassen.

"Die Mitglieder der Wirtschaft im deutschen Textilbündnis unterstützen die Zahlung existenzsichernder Löhne in ihren Lieferketten", heiße es laut des Einzelhandelsverbandes in dem Brief.

Industrie und Handel setzten sich für die Einführung höherer Mindestlöhne bei ihren Lieferanten in Bangladesch ein.

Das so genannte Textilbündnis wurde 2014 als Reaktion auf den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch von Bundesentwicklungsminister Müller gegründet. Ziel ist es, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textillieferkette zu erreichen. Heute gehören ihm rund 150 Unternehmen, Verbände und NGOs an. 

Das Bündnis war zuletzt jedoch hierzulande in die Kritik geraten, da die aufgelegte Roadmap vor allem für kleinere Textil- und Modeunternehmen nicht adäquat sei. 

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