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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.06.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Tiger of Sweden begibt sich auf Sparkurs und trennt sich vom Chairman der IC Group

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.06.2019

Die verbleibenden IC Group-Töchter Tiger of Sweden und By Malene Birger stehen weiter unter Druck, um zum Umsatzwachstum zurückzufinden. Am Dienstag kündigte Tiger of Sweden verschiedene Sparmaßnahmen an, darunter organisatorische Änderungen und Ladenschließungen.


Tiger of Sweden


Die Maßnahmen wurden im Rahmen der neuen Strategie des Unternehmens ergriffen, deren Ziel es ist, "eine wettbewerbsfähigere, stärker digital ausgerichtete und agilere Marke zu schaffen". Die damit verbunden einmaligen Kosten belaufen sich für das Geschäftsjahr 2018/2019 auf ca. DKK 10 Millionen (EUR 1,33 Mio.), die in erster Linie für Abfindungszahlungen und Kosten im Zusammenhang mit den Ladenschließungen aufgewendet werden.

Das Unternehmen machte keine detaillierten Angaben zur erhofften Wirkung, erklärte jedoch, dass die erwarteten Einsparungen ab Geschäftsjahr 2019/2020 rund DDK 10 Millionen (EUR 1,33 Mio.) betragen sollen. Ziel sei es, Tiger of Sweden "so schnell wie möglich zu der in früheren Jahren gekannten Ertragslage zurückzubringen".

Durch das neue Kostensenkungsprogramm rechnet IC nun damit, dass die EBIT-Konzernmarge vor Einmalkosten null betragen und nicht wie früher prognostiziert zwischen 1 und 2 Prozent liegen wird. Der "Nominalgewinn" dürfte vermutlich statt einem "moderaten Rückgang" eher einen "deutlichen Rückgang" vorweisen.

IC Group erklärte nicht weiter, wie hoch dieser "deutliche" Rückgang ausfallen wird, doch korrigierte der Konzern die Umsatzprognosen (in Lokalwährungen) von einer "geringfügigen Verringerung" auf eine Reduktion von 6 bis 7 Prozent.

Tiger of Sweden rechnet mit einem Minus von 6 Prozent (im Vergleich zu -9 Prozent im Vorjahr) und By Malene Birger eine Verringerung um 7 Prozent (-4 Prozent im Vorjahr).

Zusätzlich zum neuen Kostensenkungsprogramm kündete der Konzern auch den Rücktritt seines Chairmans Peter Thorsen an, der an der Hauptversammlung der IC Group im September auf eine Wiederwahl verzichtet. Der Aktionär Kirk & Thorsen Invest A/S will das Angebot von Friheden Invest A/S annehmen und die Gesamtheit seiner 373‘855 Aktien verkaufen. Friheden Invest A/S besitzt bereits rund 77 Prozent der Anteile am Konzern und unterbreitete ein Angebot, um die vollständige Kontrolle zu übernehmen.

Peter Thorsen ist seit 2017 als Chairman tätig und wurde mit der "Führung des neuen Strategieprozesses" beauftragt. In diesen Rahmen fiel die Dezentralisierung des Konzerns zur Vorbereitung der Aufstellung der verbleibenden Marken als eigenständige Unternehmenseinheiten. Diese Aufgabe ist bei IC bereits fast vollständig abgeschlossen, nach verschiedenen Veräußerungen verbleiben lediglich die zwei Hauptmarken im Konzern.

Doch der Rücktrittsentscheid bedeutet nicht, dass Peter Thorsen dem Unternehmen den Rücken kehrt.

Mehrheitsaktionär und Vorstandsmitglied Niels Martinsen erklärte: "Ich möchte Peter für seinen immensen Einsatz im Umwandlungsprozess danken. Friheden Invest A/S ist bestrebt, ihm nach seinem Rücktritt als Chairman auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Entwicklung der verbleibenden Konzerntöchter zukommen zu lassen".

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