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Tod's: Hongkong und Italien belasten Neunmonatsumsatz

Von
Reuters API
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 08.11.2019
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Der italienische Luxuskonzern Tod’s veröffentlicht für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs rückläufige Umsatzzahlen. Es werde "schwierig", die Umsatz- und Ertragsprognosen der Analysten für das Gesamtjahr zu erreichen. Das Unternehmen erhöht seine Investitionen, um den unter dem schwachen italienischen Markt und Unruhen in Hongkong leidenden Umsatz anzukurbeln.


Tod's


Besonders genau beobachtet wurde der Umsatz auf bestehender Fläche. Dieser fiel im Berichtszeitraum um 4,7 Prozent, eine geringfügige Verschlechterung im Vergleich zum Rückgang um 4,5 Prozent in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs. Dies berichtete das Schuh- und Lederwarenunternehmen am Mittwoch.

Der Gesamtumsatz sank zu aktuellen Wechselkursen auf EUR 678 Millionen, was mit dem Reuters-Analystenkonsens von EUR 676 Millionen übereinstimmt.

Der Gründer und Hauptaktionär des Labels, Diego Della Valle, erklärte, angesichts des "harten Wettbewerbs" sei es entscheidend, Investitionen zu beschleunigen, um das Umsatzwachstum zu stützen. "Wenn keine weiteren Marktverwerfungen auftreten, so sind wir überzeugt, dass wir die erwarteten Ergebnisse schon bald erreichen können", so Della Valle in einer Pressemitteilung.

Investitionen dürften jedoch kurzfristig auf die Rentabilität drücken: CFO Emilio Macellari erklärte an einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass er zwar zuversichtlich sei, die Konsensschätzungen zum Umsatz zu erreichen, doch die Erfüllung der erwartete EBITDA-Schätzung sei "machbar, aber schwierig".

Die für ihre gummibesohlten Slipper bekannte Marke litt wie andere Luxusgüterhersteller auch unter den wochenlangen Unruhen und Protesten gegen die Regierung in Hongkong. Darüber hinaus hatte das Unternehmen mit einem schwachen italienischen Markt zu kämpfen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs sank der Umsatz im wichtigsten Markt des Unternehmens – Italien – durch die Schwäche im Großhandelsgeschäft um 10 Prozent.

Im Großraum China stieg der Umsatz bei gleichbleibenden Wechselkursen um 0,7 Prozent. Festlandchina, das über 60 Prozent der Region ausmacht, vermochte die "markante Verlangsamung" in Hongkong "mehr als auszugleichen", so das Unternehmen.

Der Umsatz der wichtigsten Marke des Konzerns, Tod’s, sank im Berichtszeitraum von Januar bis September um 10 Prozent, bei Rogier Vivier ergab sich im selben Zeitraum ein Plus von 11 Prozent.

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