Tommy Hilfiger über China, Lewis Hamilton und seine neueste Kollaboration mit Kith

FashionNetwork.com hat sich am Dienstagmorgen mit Tommy Hilfiger in Shanghai getroffen, um mit ihm über seine Ambitionen auf dem chinesischen Markt, die Zusammenarbeit mit Lewis Hamilton und den Launch der neuesten Icons of Tomorrow-Kollektion zu sprechen. Er gewährte sogar einen ersten Blick auf eine weitere Partnerschaft mit Sneaker-Legende Kith, die am Mittwochabend in Brooklyn starten wird.
 
Der 67-jährige Designer ist nach China geflogen, um mit dem Formel-1-Fahrer Hamilton, der auf das Model Gigi Hadid folgt, eine riesige Show an Shanghais berühmter Küste zu veranstalten. Also setzten wir uns mit ihm in seine Suite im Peninsula Hotel und diskutierten ausführlich alle Neuheiten rund um Hilfiger.

Tommy Hilfiger und Lewis Hamilton

Warum sind Sie für diese Veranstaltung nach China gekommen?
 
Ich betrachte Shanghai als eine der Modehauptstädte von heute und Tommy Hilfiger ist hier sehr beliebt. Asien ist unser am schnellsten wachsendes Gebiet und China ist fast die Hälfte davon. Der asiatisch-pazifische Raum wächst schneller als jede andere Region und macht derzeit ein Drittel unseres Geschäfts aus.
 
Warum mit Lewis Hamilton jetzt in China starten?

Lewis Hamilton ist eine weltberühmte Persönlichkeit mit einer großen Fangemeinde. Und da sich das "see-now-buy-now"-Konzept überall anwenden lässt, schauen wir immer voraus, wohin als nächstes? Was ist ein geeigneter Ort?
 
Lewis brachte viele sehr konkrete Ideen mit, was er erreichen wollte. Also hat unser gesamtes Design- und Fertigungsteam das umgesetzt. Zusätzlich zu Lewis' Ideen zeigen wir unsere komplette Damenkollektion und stellen auch unsere Icons of Tomorrow-Kollektion vor. Es handelt sich um Klassiker aus unserer Geschichte, die für die heutige Zeit überarbeitet und modernisiert wurden und schließlich an Ikonen präsentiert werden – jedoch ohne deren Design-Input, es ist viel mehr die Inspiration, die von ihnen als Millennials und Macher in der heutigen Welt ausgeht.
 
Vor drei Jahren sollte "see-now-buy-now" das nächste große Ding werden, aber nur wenige haben es richtig umsetzen können. Warum haben Sie es geschafft, es zu einem Erfolg zu machen?

Weil unsere Kunden sehr jung sind, Millennials, die eine sofortige und direkte Kauferfahrung wünschen. Wenn ein Millennial-Kunde etwas sehr Cooles sieht, beispielsweise aus einer Zusammenarbeit mit Gigi oder Lewis, will er es kaufen und noch am selben Tag tragen. Deshalb arbeiten wir so.

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Die Modewelt ist derzeit von Athleisure besessen. Ist es nur ein vorübergehender Trend? Und wie sehen Sie dieses Phänomen?
 
Sehen Sie, ich trage die ganze Zeit Athleisure. Jedes Mal, wenn ich in ein Flugzeug steige, trage ich meine Trainingshose. Es geht um Komfort und Sportlichkeit. Und wenn Sie sich erinnern, waren wir in den 90ern die ersten, die darauf gesetzt haben!
 
Hilfiger zeigt uns eine brandneue Inhouse-Publikation – Thema ist ein weiteres Projekt, seine Partnerschaft mit Kith.
 
Das kommt am Mittwoch in Brooklyn heraus; eine limitierte Auflage, die nur bei Kith verkauft wird. Es ist das neue Supreme. Alle Supreme-Kunden zieht es zu Kith. Weil Supreme unglaublich kommerziell geworden ist – die 13- und 14-Jährigen kaufen jetzt Supreme. Während die Millennials Kith shoppen.
 
Er (Kith Gründer Ronnie Fieg) hat sich in unserem Archiv umgeschaut und Ideen aus der Vergangenheit ausgewählt und auf seine Weise überarbeitet. Wir gaben ihm einen Freibrief für eine ganze Kollektion.

Wie fühlt es sich an, Calvin Klein zu übertreffen? Dieses Modehaus begann vor Ihnen und war ein großer Name und hat derzeit einen Designer, der viel Aufsehen erregt.
 
Ich wünsche mir nur, dass es gut läuft für Calvin Klein. Denn je besser Calvin Klein performt, desto besser ist es für PVH und desto besser für alle. Bei Hilfiger herrscht derzeit Wachstum und Spannung. Ich kann es manchmal selbst kaum fassen, dass die Marke nach all den Jahren auf einem solchen Kurs ist.
 
Bedauern Sie, nie für eine andere Marke entworfen zu haben? Wenn ein großes europäisches Haus jemals angerufen hätte, wen hätten Sie sich gewünscht?

 
Saint Laurent! Ich hätte es wirklich zum Rocken gebracht! Keine Frage.

Übersetzt von Felicia Enderes

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