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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
25.02.2019
Lesedauer
4 Minuten
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Tommy Hilfiger gestaltet die Zukunft der Jeans in seinem Amsterdam Denim Center

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
25.02.2019

In diesem Frühjahr werden Tommy Hilfiger Jeans grün. Das US-Label führt erstmals innerhalb der Tommy Jeans-Reihe eine Kollektion aus 100 % recyceltem Denim mit einer Jacke und mehreren Jeans-Modellen ein. Das Label behauptet, dass diese Linie eine Premiere ihrer Art sei und neben recycelten Geweben auch recycelte Kunststofffäden, unbenutzte Knöpfe aus früheren Kollektionen und Etiketten aus Recyclingpapier verwendet werden. Es ist ein echter ökologischer Meilenstein für Tommy Hilfiger, das zuvor bereits diesen Weg eingeschlagen hatte, aber nur zwischen 15 % und 40 % recycelte Materialien für seine Jeans verwendete. Die neue Kollektion ist daher für die Denimindustrie geradezu revolutionär. Eine stolze Absichtserklärung für die Mitarbeiter des Denim Centers der PVH-Gruppe (Eigentümer von Tommy Hilfiger und Calvin Klein) in Amsterdam, deren Arbeit hinter diesen Innovationen steht.

Tommy Hilfigers 100 % recycelte Denim-Kollektion - FNW


Die US-Gruppe scheint sich klar auf den Denim-Markt zu konzentrieren und ist bestrebt, dies deutlich zu machen. Die gesamte Branche verkauft jährlich über zwei Milliarden Paar Jeans, PVH produziert 15 Millionen Paar.

"Denim-Produkte machen etwa 15 % unseres Umsatzes aus", sagte Daniel Grieder, der Chef von PVH Europe und General Manager von Tommy Hilfiger, im Gespräch mit FashionNetwork.com. "Aber wir glauben, dass wir 25 % erreichen könnten."

Wie? Durch Innovation, denn PVH-Innovation geht einher mit Öko-Verantwortung. Es ist eine große Herausforderung, auch für eine Gruppe mit einem Umsatz von über 7 Milliarden Dollar.

Nicolas Prophte, der Verantwortliche des PVH Denim Centers, arbeitet eng mit zehn der führenden Lieferanten der Branche zusammen - FNW


Alle großen Denim-Anbieter bieten die Dienstleistungen ihrer F&E-Zentren an, aber PVH hat sich entschieden, in den Aufbau einer eigenen Anlage zu investieren. Die Mitarbeiter des Denim Centers sehen es jedoch nicht als geschlossene Einheit, sondern als einen Ort, an dem Verbindungen hergestellt werden. "Wir wollen ein Magnet für Ideen sein, wir wollen, dass die Außenwelt weiß, dass wir hier sind, um diese Ideen zu testen", sagten sie. Das Denim Center ist bestrebt, die Entwicklung der technischen und kreativen Innovation von morgen durch seine Beziehungen zu zehn Industriepartnern aus der ganzen Welt sowie zu Modedesignern und Kunden zu fördern. Auf diese Weise wird es PVH ermöglicht, seinen Wettbewerbern einen Schritt voraus zu sein.

Im Denim Center hat PVH die Möglichkeit, sein Denim-Geschäft zu intensivieren. Große Fenster ermöglichen den Blick auf die Labore des Zentrums. Die Designer des Labels haben Zugriff auf ein Archiv mit 1.300 Stoffmustern. Aber vor allem in der Denim-Werkstatt erfindet Tommy Hilfiger seine neuen Produkte. Die Wände sind mit Rollen aus mehrfarbigem Garn und Denimstoffen unterschiedlicher Gewichte ausgestattet. In der Mitte der Werkstatt befindet sich ein großer Arbeitstisch mit 17 Nähmaschinen, auf dem die Mitarbeiter Prototypen vor Ort herstellen können. Nach der Freigabe werden die technischen Informationen digital gespeichert und an Fertigungsstätten auf der ganzen Welt übertragen.

PVH ist in der Lage, Prototypen betriebsintern herzustellen - FNW


"So können wir Prototypen in 48 Stunden herstellen, während es vorher drei bis sechs Wochen gedauert hat", sagt Grieder. Ein bemerkenswerter Zeit- und Materialgewinn, wenn man bedenkt, dass das Label in jeder Saison rund hundert neue Modelle kreiert.

Mit Tonello-Waschmaschinen und Jeanologia-Laserbearbeitungsmaschinen kann das Zentrum vor Ort mit verschiedenen Techniken experimentieren - FNW


Zeit- und Materialeinsparungen stehen im Denim Center ganz klar im Vordergrund. Der angrenzende Raum beherbergt das Denim-Labor. In Weiß gekleidete Techniker beschäftigen sich mit Maschinen, die von Zehntausenden bis hin zu Hunderttausenden von Euro kosten. PVH verwendet Lasermaschinen von Jeanologia und Hightech-Waschmaschinen des italienischen Herstellers Tonello. Ziel ist es, so wenig Wasser wie möglich zu verbrauchen, Chemikalien zu eliminieren und den Produktionsprozess zu beschleunigen.

Auf praktischer Ebene bedeutet dies, dass die Mitarbeiter des Zentrums Laserbehandlungen entwickelt haben, die der Jeans in weniger als 90 Sekunden einen gealterten Look verleihen, im Gegensatz zu mehr als einer halben Stunde bei herkömmlichen Methoden. Jeans werden in riesigen blauen Maschinen für Ozonwaschungen behandelt, die den erforderlichen Verschleiß erzeugen, während die Färbung mit Maschinen mit Vernebelungstechnik erfolgt. Alle Vorgänge sind digital automatisiert, und die Daten können von Amsterdam aus an die Subunternehmer der Gruppe übertragen werden.

Letztere werden ermutigt, die gleichen hochmodernen Maschinen im industriellen Maßstab zu installieren, um die Produktion bei der Bestellung neuer Modelle beschleunigen zu können. Ziel ist es, parallel zu arbeiten. Die Mitarbeiter des Denim-Labors erzählten uns, dass 60 % der Jeans-Modelle heute mit Laserwäsche hergestellt werden.

Das Zentrum ermöglicht die manuelle Prüfung der Herstellung von Verschleißerscheinungen - FNW


Der vom Denim Center geförderte Ansatz ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern ermöglicht es den Labels der Gruppe auch, die gefragtesten Styles in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen. Vor allem scheint PVH einer Kritik zu folgen, die die Industriezulieferer seit einigen Jahren äußern: dass Denim-Labeldesigner und -einkäufer die verfügbaren Innovationen und Techniken nicht kennen. Teams von Zalando und El Corte Inglès haben bereits die so genannte Denim-Akademie besucht.

Das Amsterdamer Zentrum ist ein hochmodernes Werkzeug für die PVH-Gruppe. Es ist gleichzeitig ein Test. Um sich den wichtigsten Denim-Märkten weltweit anzunähern, plant die Gruppe die Einrichtung weiterer Denim-Zentren in Asien und Amerika.

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