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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.01.2021
Lesedauer
4 Minuten
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Trotz Pandemie erlebt die Pariser Haute-Couture-Woche eine Renaissance

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.01.2021

Pandemie hin oder her, der ultimative Ausdruck von Luxus – die Pariser Haute-Couture-Saison – wird am Montag mit fast 30 Häusern, die um die Aufmerksamkeit der am teuersten gekleideten Frauen der Welt wetteifern, digital eröffnet.


Fendi - Herbst/Winter 2019 - Haute Couture - Rom


 
Trotz wiederholter Prognosen über den Niedergang der Couture und des nächsten Lockdowns in Paris wird die viertägige Saison vollgepackt sein mit globalen Luxusmarken und aufregenden und unerwarteten neuen Talenten. Das offizielle Schauenprogramm beginnt am Montag um 10 Uhr mit Schiaparelli und findet seinen Höhepunkt am Donnerstag um 16 Uhr mit dem Debüt des neuen Designers Sterling Ruby aus Los Angeles. Es werden so bekannte Namen wie Chanel, Christian Dior, Giorgio Armani und Valentino zu sehen sein, aber auch jüngere Indie-Marken wie Charles de Vilmorin, Alexandre Vauthier und Julie de Libran.

Außerdem gibt es zwei weitere Debüts, die man nicht verpassen darf – Kim Jones beim römischen Pelzspezialisten Fendi und AZ Factory, die mit Spannung erwartete Rückkehr in die Modewelt von Alber Elbaz, dem viel bewunderten ehemaligen Star von Lanvin. Aufgrund von Pandemie-Bestimmungen der Regierung, die jegliche Ansammlung von Menschenmassen in Paris verhindern, wird die gesamte Saison online stattfinden, auch wenn einige Häuser Phygital-Schauen abhalten werden. Die Show von Armani zum Beispiel wird hinter verschlossenen Türen im Palazzo Orsini, einer von Giorgios Mailänder Villen, stattfinden.


Schiaparelli - Frühjahr/Sommer 2020 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula


 
Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum eine Handvoll Häuser, die in einer dreitägigen Saison richtige Kollektionen zeigten, was die neue Lebendigkeit der Couture unterstreicht. Die Ursprünge des Revivals reichen jedoch weiter zurück, so Ralph Toledano, Präsident der Fédération de la Haute Couture et de la Mode (FHCM), dem Dachverband der französischen Mode, der den offiziellen Kalender aller sechs Laufsteg-Saisons in Paris kontrolliert.
 
"Es gibt mehrere Gründe für die aktuelle Stärke der Couture. Erstens gibt es nach dem Aufstieg der großen neuen Volkswirtschaften von Russland bis China viel mehr Kunden, und viel mehr Neureiche auf dem Planeten als noch vor einem Jahrzehnt", sagte Toledano.

"Der zweite Aspekt ist, dass es für große französische Häuser wie Chanel oder Dior im Hinblick auf ihre globale Strategie sehr wichtig ist, eine große Haute-Couture-Abteilung zu haben. Tatsache ist, dass ihr Couture-Geschäft enorm gewachsen ist. Beide, und auch andere Häuser, haben in den letzten 10 Jahren viele Leute eingestellt. Hinzu kommt, dass sie jetzt damit auch Geld verdienen können, während Couture in der Vergangenheit eher eine Art Marketinginstrument war", erklärt er.

Ein drittes Schlüsselelement geht über 25 Jahre zurück, als der dynamische, wenn auch inzwischen in Ungnade gefallene Dominique Straus-Kahn Anfang der 90er Jahre Industrieminister war und die langjährigen Regierungsregeln über die Anzahl der Mitarbeiter und die Größe der Ateliers für Couture radikal überarbeitet und gelockert wurden, was jüngeren Häusern mit bescheidener Finanzierung den Einstieg in das Metier ermöglichte.

"Diese Regeln waren seit 1945 nicht mehr geändert worden, so dass die Neuerungen bedeuteten, dass die Eintrittsbarrieren deutlich gesenkt wurden", sagte der FHCM-Präsident.


Julie de Libran - Frühjahr/Sommer 2020 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula



Dennoch gab es ein paar späte Absagen, wie das britische Ralph & Russo oder der libanesische Couturier Elie Saab, der den Dreh seines Kollektionsvideos aufgrund der Ausbreitung der Pandemie in seinem Heimatland verschieben musste.
 
Andere Häuser verstärken jedoch ihr Engagement in Sachen Couture. Wie Fendi, ein 100 Jahre altes Unternehmen, das seine erste Couture-Show erst 2015 inszenierte, als Karl Lagerfeld Kreativdirektor der römischen Marke war. Zuvor zeigte Fendi nur einmal im Jahr im Juli Couture, nun wird es unter dem kürzlich ernannten Couturier Kim Jones auch im Januar eine Kollektion präsentieren.
 
Offiziell in die Couture einzusteigen, kann ein mühsamer Prozess sein; er erfordert die Genehmigung durch ein Komitee des Verbandes, das sich aus den führenden Häusern und Modeexperten zusammensetzt. Aber in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich dieser kleine Kreis erweitert, um bekannte ausländische Talente aufzunehmen – von der klassischen Moderne von Armani über die brillante Avantgarde der niederländischen Designerin Iris Van Herpen bis zu konzeptionellen Marken wie Margiela oder Aganovich.
 
"Entscheidend für die Teilnahme ist, dass der junge Kandidat die Fähigkeit zeigt, ein großer Couturier zu werden. Überhaupt, welcher Designer würde nicht Couture kreieren wollen, wenn er die Chance dazu hätte? Man darf mit den besten Handwerkern der Welt arbeiten, mit den besten Stoffen und hat freie Hand, denn Couture ist sozusagen das Labor der Mode. Was gibt es da nicht zu mögen?", lacht Toledano.

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