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DPA
Veröffentlicht am
18.10.2016
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Trotz Verzichtserklärung: Mikroplastik noch immer in vielen Kosmetika

Von
DPA
Veröffentlicht am
18.10.2016

In jeden dritten Gesichtspeeling stecken feinste Plastikpartikel. Das geht aus einer Untersuchung der Verbraucherplattform Codecheck hervor. Das Fazit von Experten nach diesen Testergebnissen: Die freiwillige Erklärung vieler Kosmetikhersteller, in ihren Produkten auf Mikroplastik zu verzichten, ist weitgehend wirkungslos.


Mkrolastik gelangt ungefiltert in die Meere und über die Fische zurück in die Nahrungskette - Foto: BUND/Stephan Glinka


Zum Hintergrund: Im Oktober 2015 hatte der europäische Kosmetikverband Cosmetics Europe erklärt, seine Mitgliedsunternehmen würden bis 2020 auf den Einsatz von Mikroplastzik in Kosmetika verzichten. Von einem "langsamen Ausschleichen" in den Produkten war die Rede. Ersetzt werden sollen die Partikel gemäß einer Forderung des Umweltverbandes BUND durch Sand, Salz oder Cellulose. Mikroplastik reichert sich über Jahrhunderte in den Flüssen und Meeren an, wo es mit den Abwässern hingespült wird und sich nicht zersetzt. Über Plankton und Fische gerät das Plastik in die Nahrungskette. 

Wie aus der Untersuchung der Verbraucherplattform Codecheck hervorgeht, hat der Einsatz von Mikroplastik bei zahlreichen Produkten - etwa Make-up oder Körperpeeling - in den vergangenen zwei Jahren sogar leicht zugenommen. Bei Make-up stieg der Anteil der betroffenen Produkte von 7,9 auf 8,3, bei Körperpeeling von 15,0 auf 15,6 Prozent.
Auch andere Kunststoffe würden von den Herstellern eingesetzt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert ein EU-weites Verbot von Mikroplastik in Kosmetika. Die Forscher untersuchten 2014 sowie 2016 bis Ende August insgesamt knapp 103 000 Kosmetikprodukte.

Quelle: www.die-reale-welt.de

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