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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.03.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Ukraine: Mode- und Luxusbranche hält sich bedeckt

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.03.2022

Die Nachricht der russischen Invasion in die Ukraine am Donnerstag, 24. Februar platzte mitten in der Mailänder Modewoche und schien dennoch auf den Laufstegen weitgehend unbemerkt zu bleiben. Im Freudentaumel, endlich wieder zu physischen Schauen und Partynächten zurückgefunden zu haben, zeichnete sich die Modebranche vor allem durch ihre Gleichgültigkeit aus. Ausgenommen weniger situationsbedingter Anti-Kriegs-Kommentare hüllten sich die Modehauptstädte in einen dicken Mantel des Schweigens. Mit wenigen Ausnahmen.


Die sichtlich bewegten Models defilierten am Sonntag bei Giorgio Armani ohne Musik - DR

 
Am Montagabend startete die Paris Fashion Week mit der Show von Off-White in die neue Saison. Am Vorabend der Veranstaltung veröffentlichte der Präsident des Modedachverbands Fédération de la Haute Couture et de la Mode, Ralph Toledano, eine kurze Mitteilung, in der er alle Teilnehmer dazu aufrief, "die Schauen in den kommenden Tagen angesichts dieser Stunden der Dunkelheit mit der gebührenden Ernsthaftigkeit zu erleben". "Die große Familie der Mode versammelt sich zur Paris Fashion Week, während der Krieg Europa heimsucht und das ukrainische Volk in Schrecken und Trauer versetzt. Das künstlerische Schaffen ruht auf dem Prinzip der Freiheit unter allen Umständen. Die Aufgabe der Mode ist es, zur individuellen und kollektiven Emanzipation in unseren Gesellschaften beizutragen", mahnte er weiter.

In Mailand reagierten nur zwei Modehäuser auf die Geschehnisse: Giorgio Armani und Francesca Liberatore. Ersterer entschloss sich dazu, seine Kollektion ohne Musik zu präsentieren. Zu hören waren lediglich das Klicken der Kameras und die Schritte der Models, was sowohl im Publikum als auch hinter den Kulissen für emotionsgeladene Momente sorgte. Seine Entscheidung erklärte der Couturier mit folgenden Worten: "Wenige Stunden vor der Show habe ich mich gefragt: Was kann ich angesichts der aktuellen Geschehnisse tun? Es ging nicht darum, Kleider oder Geld zu senden, nichts dergleichen. Um zu zeigen, wie mein Herz für seine Kinder schlägt …", dann versagte ihm die Stimme. "Das Beste, was wir tun können, ist, ein Zeichen zu senden, um zu sagen, dass wir nicht fröhlich sind, dass wir die Rückkehr zu den physischen Schauen nicht feiern wollen, da da Draußen etwas geschieht, das uns wahnsinnig beunruhigt".

Etwas später am selben Tag präsentierte Francesca Liberatore ihre Show in der ehemaligen Kirche von San Carpoforo. Sie betrat den Laufsteg, ergriff die Hände eines russischen und eines ukrainischen Models und bat das Publikum, eine Schweigeminute einzuhalten. Auch dieser kurze Zeitraum der Unterstützung für alle vom Konflikt betroffenen Personen war sehr ergreifend.

Doch von diesen beiden Unterbrechungen ausgenommen lief die Mailänder Modewoche ab, als wäre nichts geschehen. In absolut euphorischer Stimmung, mit Fan-Scharen, die am Ein- und Ausgang der Show dichtgedrängt nach Stars und Influencern Ausschau hielten. Und die sich nicht im Geringsten von den wenigen Demonstranten ablenken ließen, die am Rande der publikumswirksamsten Schauen ihre Solidarität mit der Ukraine bekundeten. So beispielsweise bei Versace, Max Mara und Prada, wo sich einige Gäste ukrainische Flaggen ins Gesicht malten.


Alessandro Micheles Instagram-Post - Instagram


Einige Designer sprachen sich sehr diskret gegen den Krieg aus. Dazu zählt Elisabetta Franchi, die sich mit ihren Models ablichten ließ und das Foto mit folgender Nachricht veröffentlichte: "In diesem Backstage sind Frauen aus aller Welt, alle zusammen, ohne Grenzen. Das ist die Welt, die ich mir wünsche. Kein Krieg". Andere Akteure bezogen auf den sozialen Netzwerken Stellung gegen den Krieg, doch auf sehr allgemeine Weise, auf ihrem persönlichen Account, und nicht im Namen ihrer Marke. So Moncler-Chef Remo Ruffini und Alessandro Michele, Kreativdirektor von Gucci, der auf Instagram ein Gedicht von Gianni Rodari zitierte: "Es gibt Dinge, die man niemals tun soll, weder am Tag noch in der Nacht, nicht auf dem Meer und nicht an Land: zum Beispiel Krieg".

Die Kering-Gruppe veröffentlichte auf Instagram ein weißes Quadrat. Balenciaga ging noch weiter, indem alle vorherigen Bilder vom Account entfernt wurden. Wenn man auf die weiße Seite klickt, erscheint eine kleine Friedenstaube. Kreativdesigner Demna Gvasalia, der aus Georgien stammt, ist offensichtlich empfänglicher für das Schicksal der Ukrainer als die anderen Modeschöpfer. Denn Georgien erlebte 2008 in den Regionen Südossetien und Abchasien eine ganz ähnliche Invasion der Russen.

Der Gründer und Designer von MSGM, Massimo Giorgetti, antwortete kurz vor seiner Show Backstage, dass er "mehrere Tage lang große Mühe hatte, mich auf den sozialen Netzwerken auszudrücken. Doch wurde mir klar, dass wir weitermachen müssen. Die Mode muss weitermachen". Damit scheint er die Einstellung der meisten Akteure der Modebranche auf den Punkt zu bringen. Eine Branche, die nach zwei Jahren der Pandemie erst gerade wieder aufatmen kann und weder Lust noch Kraft hat, zurückzurudern.
 

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