Umsatzwachstum bei Asos am oberen Ende der Prognose

Der britische Onlinemodehändler Asos rechnet nach überraschend gutem Umsatzanstieg für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum am oberen Ende der Prognose.

Das im Jahr 2000 für modebewusste Mittzwanziger gegründete Label war einer der frühen Onlinehandels-Erfolge. Nun muss sich der Konzern gegen Konkurrenten wie Zalando und dessen englisches Gegenstück Boohoo wappnen. Auch die stärkere Online-Präsenz herkömmlicher Geschäfte ist zu spüren.

Asos

Laut Konzernangaben stieg der Einzelhandelsumsatz von März bis Juni 2016 um 30 Prozent auf 500,5 Millionen Pfund. Analysten waren von einem durchschnittlichen Wert von 22,9 Prozent ausgegangen, im ersten Halbjahr 2015/2016 von einem Wert von 21 Prozent.

In Großbritannien stieg der Umsatz um 28 Prozent, international um 31 Prozent. In den USA, der EU und anderen Staaten beschleunigte sich diese Entwicklung.
„Wir rechnen nun mit einem Jahreswachstum am oberen Ende der Prognose (von 20-25 Prozent)“, gibt sich CEO Nick Beighton zuversichtlich.

59 Prozent des Konzernumsatzes wird außerhalb von Großbritannien erzielt. Dadurch wirkt sich der durch das britische EU-Referendum verursachter Nachfragerückgang im englischen Markt nicht so stark auf das Unternehmen aus.

Der Wertverlust des Pfunds gegen den Dollar und den Euro nach der Brexit-Abstimmung bietet Asos zudem die Möglichkeit, die Preise zu reduzieren und so den Absatz im Ausland anzukurbeln.

Der Wert der Asos-Aktien stieg im vergangenen Halbjahr um 42 Prozent auf 4,301 Pence. Der Börsenwert des Unternehmens beträgt 3,6 Milliarden Pfund.


 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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