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Veröffentlicht am
12.07.2018
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2 Minuten
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Uniqlo: Roger Federers neuer Sponsor sorgt für Kontroversen

Veröffentlicht am
12.07.2018

Roger Federers Engagement als Markenbotschafter für die japanische Modekette sorgte nicht nur für Verwunderung, sondern auch für Kontroversen. Die Organisation Public Eye wirft Uniqlo Menschenrechtsverletzungen vor.


Die japanische Modemarke Uniqlo stattet ab sofort Tennisstar Roger Federer aus. Gerüchten zufolge soll er für seine Rolle als Markenbotschafter, die auf 10 Jahre ausgerichtet ist, 300 Millionen US-Dollar erhalten. Auf Nachfrage des Manager Magazins antwortete Federer: "Es ist interessant, dass Sie meinen Vertrag kennen. Oder erzählen Sie einfach irgendetwas?"

Die Wahl seines Sponsors sorgt für Kontroversen, da die gemeinnützige Organisation Public Eye dem Konzern Menschenrechtsverletzungen vorwirft. Die japanische Modekette schulde seinen Näherinnen in Indonesien demnach mehrere Millionen Euro an Entschädigungszahlungen, da Uniqlo und weitere Modeunternehmen überraschend ihre Aufträge zurückgezogen hätten und den Näherinnen dadurch gekündigt wurde. Public Eye und die Clean Clothes Campaign lancierten kürzlich eine Webseite, auf der Nutzer nach Angabe ihrer E-Mail-Adresse eine private Nachricht an Federer schreiben konnten, mit der Bitte, sich für die Rechte der Näherinnen einzusetzen. Bisher sollen rund 10.000 Zuschriften eingegangen sein.

Oliver Classen von Public Eye sagt: "Wir gehen davon aus, dass weder Roger Federer noch sein Management von diesem Missstand wussten. Da sich Roger Federer mit seiner Stiftung ebenfalls für Gerechtigkeit einsetzt, liegt es ihm sicher auch am Herzen, das Leben dieser 2.000 Arbeiterinnen zu verbessern."

Verwunderung über das neue Engagement Federers herrschte auch, weil Uniqlo keine Sport-, sondern eine reine Modemarke ist. Im Vergleich zu Nike oder Adidas arbeitet Uniqlo lediglich mit vier weiteren Sportlern zusammen. Darunter Kei Nishikori (Tennis), Shingo Kunieda und Gordon Reid (Rollstuhltennis) und Adam Scott (Golf).

In einer Pressemitteilung von Uniqlo heißt es, das Engagement sei auch außerhalb des Tennis-Courts geplant. "Ich hoffe, dass wir gemeinsam einer großen Anzahl von Menschen das größte Maß an Lebensqualität bieten können", sagt CEO Tadashi Yanai. "Uniqlo wird Mr. Federer dabei unterstützen, Tennis zu ungeahnten Orten zu bringen und Innovationen in Design und Technologie zu fördern."

Was das konkret bedeutet bleibt offen. Die abseits des Tennisplatzes geplanten Aktivitäten könnten aber zumindest teilweise erklären, weshalb der Vertrag auf 10 Jahre ausgerichtet ist. Denn die Dauer des Engagements verwundert, da der 37-jährige Tennisstar demnach noch im für Sportlerverhältnisse hohen Alter von 46 Jahren den Schläger schwingen würde. Das sei eher unwahrscheinlich kommentierte Tennis-Kollege Mats Wilander. Es könnte allerdings sein, dass er sich im Alter von 43 Jahren aus dem Sport zurückzieht. Der Schweizer gehört zu den bestverdienendsten Athleten der Welt. Federer unterzeichnete auch Werbeverträge mit Marken wie Rolex und Moët & Chandon womit er sich Einkommensquellen jenseits des Tennis-Courts erschließt.
 

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