Valentino: Hommage an Maria Callas

Lang lebe die größte Operndiva von allen, Maria Callas. Sie ist auch der Star einer opulenten und grandiosen Haute Couture Kollektion von Valentino, die am Mittwoch in Paris präsentiert wurde.

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Valentino - Herbst/Winter 2018 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula

Die Show markierte das Ende der fünftägigen Pariser Saison, da der Donnerstag hauptsächlich dem Schmuck gewidmet ist. Glamouröse Gäste, von Olivia Palermo bis hin zu Natalia Vodianova nahmen auf den blassen, hölzernen Louis XVI-Stühlen in der ersten Reihe Platz. Die Kollektion wurde im Herrenhaus Salomon de Rothschild im noblen VIII. Arrondissement vorgeführt. 

Callas kraftvolle Stimme ertönte aus den Lautsprechern, die eine Arie von Puccini anstimmte, während die ersten Models mit ausladenden Frisuren und in voluminösen Gewändern über den Laufsteg schritten.

Es war eine schöne und charmante Show. Aber eine, die sich ein wenig zu exklusiv anfühlte und eine Welt widerspiegelte, in der nur wenige Menschen leben. Aber dennoch war es eine großartige Show. Selten hat ein Couture-Atelier so viel Raffinesse und Schneiderkunst bewiesen. Der Couturier des Hauses, Pierpaolo Piccioli, hat nach jedem Look den Namen des jeweiligen Valentino-Schneiders aufgeführt.

Beispielsweise der bemerkenswerte Leda- und Schwanenmantel aus Mikado, Lurex und Intarsienseide, der 1.120 Stunden harter Arbeit und Hingabe von Alessandro und Julia erforderte, oder das grüne Pailletten-Cape, getragen mit einer blassgelben Bluse für eine schöne Farbkombination, namens Liza Minelli, das wir Elena und Maria verdanken. Aber das schönste Stück war sicherlich ein üppiger Umhang aus grüner, schwarzer und beigefarbener Wolle, bodenlang und bestickt, um den griechischen Mythos von Perseus und seinem geflügelten Pferd Pegasus zu illustrieren. Der Dank gilt an dieser Stelle Federica R., Daniela und Cinzia.

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Valentino - Herbst/Winter 2018 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula

Pierpaolo Picciolis Lieblingsmaterial für das Finale war plissierter Taft, in kräftigem glänzendem Orange, fluoreszierendem Gelb und Fuchsia, aufgerollt und voluminös in großen, bauschigen Formen. Diese Stücke wurden präsentiert von Models mit passender, blütenbesetzter Kopfbedeckung – klassisch, aber mit einem gewissen Twist.

Kein Wunder, dass der Couturier beim Finale so einen mitreißenden Applaus erhielt. Einschließlich eines großen Kompliments: der Gründer des Hauses, Valentino Garavani, gab ihm Standing Ovations. Wie oft geschieht das bei einer Couture-Show?
 

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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