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Von
Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.02.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Valentino nach Schließung des Manhattan-Stores auf 207 Mio. Dollar verklagt

Von
Reuters
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.02.2021

Valentino SpA wurde am Freitag vom Vermieter seines ehemaligen amerikanischen Flagship-Stores auf Manhattans Fifth Avenue auf 207,1 Millionen Dollar verklagt. Der Vermieter sagte, das italienische Modeunternehmen habe kein Recht, seinen Mietvertrag zu brechen und das Geschäft in einem baufälligen Zustand zu hinterlassen.

Die Valentino Boutique auf der Fifth Avenue in New York - Photo: Shutterstock


Die Klage folgte auf die richterliche Abweisung eines Antrags von Valentino vom 27. Januar, der darauf abzielte, den Mietvertrag mit einer Laufzeit von 16 Jahren zu kündigen, weil die Coronavirus-Pandemie den Betrieb des Geschäfts, das zwei Blocks südlich des Trump Towers liegt, unmöglich gemacht hatte.
 
Laut dem Vermieter, 693 Fifth Owner LLC, ist Valentino die gesamte Miete bis zum Ablauf des Mietvertrages im Juli 2029 schuldig, obwohl der Laden im Dezember aufgegeben wurde.

Valentino muss außerdem 12,9 Millionen Dollar zahlen, um Schäden am Geschäft zu reparieren, einschließlich der venezianischen Terrazzo-Marmorplatten, die derzeit mit Farbe und Löchern verunstaltet seien, so der Vermieter.

Weder Valentino noch seine Anwälte reagierten bislang auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Klage wurde beim Manhattan Supreme Court, einem Gericht des Staates New York, eingereicht.

Bei dem Versuch, den Mietvertrag zu beenden, erklärte Valentino, dass es aufgrund der Pandemie nicht mehr in der Lage sei, das Geschäft "entsprechend dem luxuriösen, prestigeträchtigen und hochwertigen Ruf" des Viertels zu betreiben.

Bei der Abweisung von Valentinos Antrag sagte Richter Andrew Borrok vom Gericht in Manhattan, dass der Mietvertrag dem Vermieter einen weitreichenden Schutz vor Nichtzahlung der Miete bietet.

"Die Tatsache, dass die COVID 19-Pandemie von den Parteien nicht ausdrücklich aufgeführt wurde, ändert nichts an dem Ergebnis", schrieb er.

Valentino hat gegen Borroks Entscheidung Berufung eingelegt.

Manhattans Einzelhändler litten während der Pandemie unter dem verringerten Besucheraufkommen durch Touristen und Büroangestellte und den verkürzten Öffnungszeiten der Geschäfte.

Letzten Monat berichtete das Real Estate Board of New York, dass die Mieten, die für Einzelhandelsflächen in Manhattan verlangt werden, im gesamten Stadtbezirk gesunken seien, einschließlich eines Rückgangs von 8 % in dem Viertel, in dem sich die Boutique von Valentino befindet.

"Der Gebäudeeigentümer hat mit dem Verständnis, dass dies schwierige Zeiten sind, versucht, während der Pandemie auf Valentino zuzugehen", sagte der Anwalt des Vermieters, Robert Cyruli. "Wir sind bereit, unseren Anspruch auf Schadenersatz vor Gericht geltend zu machen."

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