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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
14.06.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Valentino schließt 2020 mit einem Umsatzrückgang von 27 % auf 882 Mio. Euro ab

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
14.06.2021

Die Gesundheitskrise schlägt sich deutlich in den Ergebnissen des römischen Luxushauses nieder, das für 2020 einen Nettoverlust von 127 Millionen Euro ausweist, gegenüber einem Gewinn von 33 Millionen im Vorjahr. Hauptgrund waren der Rückgang der Reisetätigkeit und die Schließung von Geschäften, was sich negativ auf die Bilanz der Marke auswirkte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 882 Mio. erzielte, was einem Rückgang von 28 % entspricht (-27 % bei konstanten Wechselkursen).

Die jüngste Haute-Couture-Kollektion von Valentino - © PixelFormula


Insbesondere das operative Betriebsergebnis (Ebitda) halbierte sich auf 146 Mio. Euro und fiel damit um 51% gegenüber den 298 Mio. Euro von 2019. Dieser Rückgang war in der ersten Jahreshälfte mit einem Ebitda von 39 Mio. Euro am stärksten ausgeprägt – ein Einbruch von 75 % gegenüber 154 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine Verbesserung: Das Ebitda lag bei 107 Mio. Euro und damit bei 21 % des Umsatzes, nur 25 % weniger als im gleichen Zeitraum 2019.
 
Valentino verzeichnete 2020 zudem einen operativen Verlust (Ebit) von 119 Mio. Euro. Das bereinigte Ebit, d.h. ohne die wirtschaftlichen Auswirkungen von Impairment-Tests, lag bei -62 Mio Euro. Die Auswirkung dieser Wertminderung in Höhe von 57 Millionen Euro ist hauptsächlich auf die Schließung einiger Flagship-Stores weltweit zurückzuführen, erklärt die Marke in einem Statement.

Diese Ergebnisse "werfen ein Schlaglicht auf einen Sektor, der durch den globalen Gesundheitsnotstand stark benachteiligt wurde. In diesem Zusammenhang ist die Marke der Meinung, dass es heute mehr denn je notwendig ist, verstärkt auf Kreativität, Humankapital und personalisierte Kundenerlebnisse zu setzen", so das Unternehmen, das zu Beginn des Jahres einen gewissen Optimismus angesichts der Trendwende seiner Ergebnisse im letzten Quartal 2020 und in den ersten drei Monaten 2021 an den Tag legte.
 
Das Label Valentino, das sich seit 2012 im Besitz des katarischen Investmentfonds Mayhoola befindet, hat im vergangenen Jahr sein Management unter der Ägide des neuen Geschäftsführers Jacopo Venturini grundlegend erneuert. Außerdem verstärkte es seine digitale Kommunikation durch verschiedene Inhalte (Beratung, Spiele, Performances, digitale Projekte usw.) und arbeitete an einer intensiveren Omnichannel-Integration.
 
Erst kürzlich verkündete die Luxusmarke das Ende ihrer Zweitlinie REDValentino, deren Produktion und Vermarktung Ende 2023 mit der Herbst-Winter-Saison 2023/24 endgültig eingestellt wird, sowie den Verzicht auf die Verwendung von Naturpelz. In diesem Zusammenhang wird das Unternehmen seine Fabrik Valentino Polar in Mailand mit 43 Mitarbeitern schließen, die es 2017 von der Ciwifurs-Gruppe (ehemals Marni) gekauft hatte.

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