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Valentino verlangsamt Wachstum 2019

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
08.04.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Nach Jahren zweistelliger Wachstumsraten verzeichnet Valentino seit 2017 eine Verlangsamung seines Wachstums. Ein Trend, der sich auch 2019 fortsetzt. Dank seiner klaren High-End-Positionierung entwickelt sich das römische Luxushaus, das 2012 über den Mayhoola-Investmentfonds in katarischen Besitz überging, dennoch weiterhin positiv. Im vergangenen Jahr erzielte es einen Umsatz von 1,223 Milliarden Euro, ein Plus von 2,4%.

Die letzte Prêt-à-porter-Modenschau für den Winter 2020/21 des italienischen Labels - Valentino


Das Label, dessen Kollektionen vom künstlerischen Leiter Pierpaolo Piccioli gestaltet werden, gibt in der kurzen Erklärung keine Angaben zum flächenbereinigten Wachstum. Es legt weder seine Ergebnisse offen, noch liefert es irgendwelche Indikatoren hinsichtlich der Rentabilität. Im Jahr 2018 belief sich sein Umsatz auf 1,194 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2,9% gegenüber 2017. Damals wuchs der Umsatz um 5% auf 1,16 Milliarden Euro.
 
Die negativen Auswirkungen der Krise in Hongkongs Luxuseinzelhandel, in Zusammenhang mit den pro-demokratischen Demonstrationen, die über einen langen Zeitraum im vergangenen Jahr anhielten, führten für Valentino, das dort 11 Verkaufsstellen hat, zu einem Verlust von 20 Millionen Euro. Gleichzeitig betonte das Modehaus, dass es trotz dieser erheblichen Krise "im Rest der Welt ein positives Wachstum verzeichnete, die Leistungen in Nordamerika und Europa blieben stabil".

Die Marke hebt "in einer von Unsicherheit geprägten Wirtschaft" die hervorragende Leistung ihrer Online-Umsätze hervor, die um 56% gestiegen sind, "was die grundlegende Rolle des digitalen Kanals für die exponentielle Entwicklung des Geschäfts bestätigt".

"Im gegenwärtigen sozio-ökonomischen Kontext stärkt Valentino zunehmend den digitalen Kanal und rückt ihn in den Mittelpunkt seiner Strategie", heißt es weiter.
 
Zur Erinnerung: 2017 ging die Marke für den Vertrieb und die Auslieferung ihrer Produkte eine Partnerschaft mit dem Luxus-Online-Portal Yoox Net-A-Porter (YNAP) unter dem Namen "Next Era" ein. Eine Lösung, die es den Kunden ermöglicht, sowohl auf die Bestände der Valentino Boutiquen als auch auf das Netzwerk von YNAP mit acht Lieferzentren zuzugreifen und so von verkürzten Lieferzeiten zu profitieren.
 
Die Marke, die weltweit 212 Geschäfte zählt, eröffnete im vergangenen Jahr einen Flagship-Store in Toronto und Peking, wobei China einer der Hauptmärkte ist.
 
Im Jahr 2018 hat Valentino darüber hinaus sein Management verstärkt, indem es die Positionen des Brand Director, die Alessio Vanetti (vormals bei Gucci) anvertraut wurde, und des World Sales Director (CCO) geschaffen hat. Letztere wird Marco Giacometti (ehemals bei Fendi) in Kürze antreten.
 
Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Valentino durch Mayhoola wurden im vergangenen Monat von CEO Stefano Sassi während einer vom "Corriere della Sera" organisierten Veranstaltung erneut dementiert.

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