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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.10.2018
Lesedauer
3 Minuten
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Valentino: Von Urhippies und Security-Männern

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
01.10.2018

Ein puristisches High Fashion Statement von Valentino. Kreativdesigner Pierpaolo Piccioli packte Anspielungen an böhmische Künstler und gar an Saint Laurents Marrakesch in seine Show in Les Invalides.


Valentino – Frühjahr/Sommer 2019 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Eine wohldurchdachte Vision vorzüglichen Geschmacks, in der sich alles um freigeistige Schönheit drehte, in einer Welt aus blumigen Brokatkleidern, gotischen Paisley-Roben und Plisseekleidern.

Zeitweilen fühlte sich die Show wie eine Haute Couture-Schau an, was auch ganz gewollt war. Piccioli enthüllte nach der Show, dass er versucht habe, den Couture-Traum in seine Ready-to-Wear Frühjahrskollektion 2019 einzuflechten.

Ausgangspunkt der Kollektion war die Maverick Art Colony, eine frühe utopische Kunstkommune im Bundesstaat New York. Der Anführer der 1905 gegründeten Kolonie, Hervey White, wird oft als der "erste Hippie" bezeichnet. Die Kolonie organisierte eine Art böhmischen Fasching, fast 50 Jahre bevor das legendäre Festival in Woodstock im August 1969 über 400 000 Menschen anzog.

Somit war der Gemeinschaftsgedanken in der neuen Valentino-Kollektion stark ausgeprägt. Die Show zeigte die Menschen so, wie sie wirklich sein wollten, und nicht als Marionetten, die von den Normen und Sitten unserer Zeit zurückgehalten werden. Doch die wogenden Bauernhemden, die zu Picknicks getragenen Abendkleider, Kopftücher, Berets und federnbesetzten Accessoires der Kolonie Maverick fanden bei Valentino zu einem größeren Ganzen zusammen.

Die 14 Eröffnungslooks gaben den Ton an, insbesondere das erste von Kristen McMenamy getragene Outfit. Überdimensionierte Kleider aus Taft und Seide, Models mit grünem Lidschatten, glitzernden roten Lippen und fantastischen Bauernhüten – mit einem Durchmesser von einem Meter – aus Stroh und Stoffblüten. Woodstock wie es leibt und lebt.


Valentino – Frühjahr/Sommer 2019 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


 
An den Stellen, an denen Pierpaolo Piccioli etwas gehobene Sportswear einzubauen versuchte – ein paar Sweatshirts mit riesigem V-Logo-Aufdruck – schien das Ergebnis etwas forciert. Dennoch gab es vieles zu fotografieren, so eine Serie sündhafter und tiefroter Valentino-Abendkleider, ein Augenzwinkern an die Lieblingsfarbe des Gründers des Hauses, Signore Garavani.
 
Auch das gezeigte Schuhwerk war tadellos: während einige italienische Marken Schlüpfer mit Pelzbesatz verkaufen, führt Valentino Hahnenfedern ein. Der Erfolg ist ihm damit gewiss.

Obwohl diese Show nichts umwerfend Neues hervorbrachte, übermittelte sie doch eine noble Message und Bilder großer romantischer Schönheit. Da erstaunt es kaum, dass Pierpaolo Piccioli abschließend viel Applaus zuteilwurde, viele Zuschauer applaudierten stehend. Der Designer fühlte sich sichtbar wohl, was auch erklärt, dass er wenige Stunden vor der Show entspannt mit Freunden im Garten des Hotel Costes Mittagessen konnte.

Abschließend kam dann doch noch etwas Hektik auf, als die Security-Männer die Zuschauer zunächst nicht aus dem Gebäude lassen wollten. Draußen wimmelte es vor Polizisten, es wurde erzählt, dass ein mutmaßlicher Attentäter festgenommen wurde. Die Gäste konnten die Show dann über den Nordeingang des riesigen Zelts verlassen.
 
Die Festivals in Maverick wurden Jahre später durch das persönliche Engagement eines reisenden Evangelisten unterbunden. Dieser zeigte sich schockiert ob der Bacchanalien und Nacktheit an den Veranstaltungen. Der Geist der Festivals lebte jedoch diesen Sonntag weiter, wenn auch in einer höchst seltenen Form – einer Valentino-Show in Paris.
 

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