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VF Corp. konzentriert sich auf die EMEA-Region mit Neueröffnungen in London und Mailand

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
09.10.2019
Lesedauer
4 Minuten
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"We power movements of sustainable and active lifestyles for the betterment of people and our planet." Diese Botschaft steht in großen blauen Buchstaben auf dem gefliesten Boden der Eingangshalle der Europazentrale des amerikanischen Sportriesen VF Corp. mit Sitz in Stabio. Mit einer Handvoll europäischer Journalisten besuchte FashionNetwork.com die Büros am Dienstag, den 8. Oktober, um mehr über die Ambitionen der Gruppe mit den Labels Vans, Eastpak, Timberland und Napapijri in Bezug auf nachhaltige Produktion (eine der Säulen ihrer neuen Strategie), weltweite Expansion und ihre Absichten für den europäischen Markt zu erfahren.


Martino Scabbia Guerrini, Executive Vice President und President EMEA der VF-Gruppe - DR


VF Corp. erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 13,8 Milliarden US-Dollar (ein Plus von 12 %) und die Entwicklungsprojekte des Unternehmens sind klar definiert: starke Marken, mehr Monomarken-Filialen und die Stärkung der Position der Gruppe auf den asiatischen Märkten, wo die Wachstumsaussichten verlockend sind.

"Erstens ist unser Markenportfolio jetzt einheitlicher und effizienter geworden, seit wir unsere Denim-Labels Lee und Wrangler verkauft haben. Hinzu kommt der Ausbau unserer Präsenz in Asien: Es ist vorerst die volumenmäßig kleinste Region, hat aber die höchsten potenziellen Wachstumsraten. Drittens ist der B2C-Vertrieb für uns unerlässlich geworden, während wir früher nur über den Großhandel verkauft haben. Auch wenn wir uns nicht als Einzelhändler verstehen, sind über 50 % unserer aktuellen Investitionen mit unserem B2C-Geschäft im weiteren Sinne verbunden. Dies hängt insbesondere von unserer digitalen Plattform ab, die das Geschäft über die gesamte Lieferkette für alle unsere Marken steuert, aber auch die Förderung der Kundenzufriedenheit, Schulungen, Personalbeschaffung usw. ", sagte Martino Scabbia Guerrini, Executive Vice President und President EMEA der VF-Gruppe.

Ende September hatte Steve Rendle, CEO der VF Corp., bereits damit begonnen, die wichtigsten Prioritäten und Strategien der Gruppe bis 2024 zu präsentieren.


Das mantraartige Versprechen auf dem Boden der europäischen Büros der Gruppe. - C.D


Martino Scabbia Guerrini nutzte die Gelegenheit, um die Ziele und Besonderheiten der EMEA-Region zu diskutieren. Hier erwartet die Gruppe zwischen 2019 und 2024 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 6 bis 7 %. Der Anstieg wird von Deutschland, Österreich und der Schweiz getragen, wo das Wachstum im Berichtszeitraum zwischen 10 und 11 % liegen dürfte.

Es wird erwartet, dass Frankreich in den nächsten fünf Jahren um 7 bis 8 % zulegen wird, während das Vereinigte Königreich und Spanien jeweils um 5 bis 6 % wachsen werden. In Italien wird ein schwächeres Wachstum zwischen 2 und 3 % prognostiziert, während die Wachstumsprognose für die anderen Märkte der Region zwischen 6 und 7 % liegt.

Um diese Ziele zu erreichen, plant VF Corp., seine Präsenz im Einzelhandel in den größten Städten Europas auszubauen. Die beiden Hauptziele sind vorerst London und Mailand. In der britischen Hauptstadt sollen demnächst zwei neue Filialen eingeweiht werden. Am Donnerstag wird ein riesiger Flagship-Store in der Oxford Street eröffnet. Es wird einer der größten Läden der Marke sein. In London verfügt das Label zudem über ein permanentes "House of Vans", das Mode, Skateboarding, Musik und Street Culture verbindet. Im November folgt ein Timberland Flagship-Store in der Carnaby Street. Es ist der erste EMEA-Store für die Marke, der das neue Einrichtungskonzept einsetzt. Im Anschluss an diese Eröffnungen in London wird VF Corp. über seine Mailänder Projekte informieren.


Ein ganzer Flügel des Gebäudes ist The North Face gewidmet - C.D


Was Paris jedoch betrifft, so ist das Unternehmen eher vorsichtig. Die Gruppe ist in der Tat von den Folgen der "Gelbwesten"-Proteste getroffen worden. "Wir mussten einige unserer Filialen, aber auch unsere Konzessionen innerhalb von Kaufhäusern, für mehrere Wochenenden in Folge schließen. Ohne Kompensation. Der Umsatz war stark beeinträchtigt. Abgesehen davon lieben wir Paris. Wir sind uns bewusst, dass es sich um eine der wichtigsten Städte in Bezug auf Image, Mode und Business handelt. Aber im Moment haben wir dort bereits ein gutes Einzelhandelsnetz.", sagte Scabbia Guerini.

Gleichzeitig wies Scabbia Guerrini darauf hin, dass die Marken der Gruppe engere Beziehungen zu führenden Großkunden knüpfen und echte Partnerschaften aufbauen. Zu den wichtigsten gehören JD Sports, Foot Locker und Intersport sowie Kaufhäuser wie El Corte Inglès in Spanien und Coin in Italien. "Wir lernen viel von diesen Ketten, die uns regelmäßig besuchen. Sie haben einen äußerst dynamischen Ansatz für die Veränderungen im Einzelhandel und fragen sich oft, wie sie innovativ sein und und noch einen Schritt weiter gehen können. Sie haben ihrerseits großes Interesse daran, mit unseren Marken zusammenzuarbeiten, die für sie einen Mehrwert schaffen", erklärte Scabbia Guerrini abschließend.

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