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Werbung

Victoria Beckham: Folgt ein Gewinn auf die steigenden Verluste und Umsatzeinbußen?

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 27.11.2019
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Nach der Publicity des Mode- und blutjungen Beauty-Geschäfts von Victoria Beckham zu urteilen, sind die Kollektionen der international berühmten Designerin höchst erfolgreich. Doch das Unternehmen schrieb 2018 erneut rote Zahlen. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Verluste weiter, der Umsatz brach ein.


Victoria Beckham - Frühjahr/Sommer 2019 - Womenswear - Londres - © PixelFormula


Das Geschäft erwirtschaftete für 2018 zum elften Mal in Folge einen Verlust, das Ergebnis vor Steuern betrug GBP 12,3 Millionen (EUR 14,4 Mio.). Der Umsatz sank um 16 Prozent auf GBP 35,1 Millionen (EUR 41,0 Mio.). Der Betriebsverlust vergrößerte sich um 18 Prozent auf GBP 11,7 Millionen (EUR 13,7 Mio.) und der Jahresfehlbetrag lag ebenfalls bei GBP 12,3 Millionen (EUR 14,4 Mio.). 2017 stand an dieser Stelle ein Verlust von GBP 10,3 Millionen (EUR 12,0 Mio.).
 
Der steigende Verlust wurde unter anderem durch den Einbruch der Großhandelsbestellungen aus dem Ausland verursacht. In Großbritannien erzielte dieser Kanal ein zweistelliges Wachstum, doch "die schwierige Lage der Einzelhandelskaufhäuser führte zu einem Rückgang im internationalen Markt".

Das Unternehmen der vom Branchenschwergewicht Ralph Toledano geführten Beckham Brand Holding ging 2008 mit einer kleinen Kleiderkollektion an den Markt. Heute umfasst das Geschäftsimperium von Victoria Beckham zusätzlich zum Hauptlabel und der Marke Victoria by Victoria Beckham, auch Accessoires und seit neuestem Beauty-Produkte.

Victoria Beckham erklärte, der Umsatz und die Gewinne seien im vergangenen Jahr zwar eingebrochen, das Unternehmen habe jedoch "gemäß den Erwartungen der Shareholder abgeschnitten". Dies gelang durch "Kostenkontrolle, den Fokus auf digitale Absatzkanäle und die Veredlung der Produkte, um Victoria Beckhams Werte und Ästhetik besser zu verkörpern".

2018 war das erste vollständige Jahr für den Shareholder London Investment SARL, was zu "einer neuen Strategie und Restrukturierung des Geschäfts" führte – und "zusätzliche Kosten verursachte".

Der Hauptfokus im vergangenen Jahr habe dem Ausbau der digitalen Kanäle gegolten, in dessen Rahmen Investitionen in neue Plattformen über Shopify und neue Partnerschaften mit Farfetch und Global E getätigt worden seien, "um die Kundenerfahrung auf internationalen Websites zu verbessern und es dem Geschäft zu ermöglichen, über 120 Länder zu beliefern".

2018 war auch das erste vollständige Jahr für den mehrjährigen Lizenzvertrag von Victoria Beckham Limited mit Reebok, der "Victorias Lifestyle-Ziele widerspiegelt und die Marke einem breiteren weltweiten Publikum bekannt macht". Im letzten Quartal des Geschäftsjahrs unterzeichnete das Unternehmen zudem eine neue Partnerschaft mit Marchon Eyewear, die den Umsatz in Zukunft ankurbeln dürfte.

GEWINN IN SICHT?

Die veröffentlichten Umsatzzahlen betrafen zwar das Jahr 2018, doch schleuste das Unternehmen auch einige Updates für 2019 in die Präsentation und erklärte, die neue Strategie habe "es ermöglicht, in bestimmten Bereichen ein Umsatzwachstum zu verzeichnen und die Verluste deutlich zu reduzieren".

Victoria Beckham erwartet "für das vierte Quartal ein profitables EBITDA", getragen durch zweistelliges Wachstum in beiden Direct-to-Consumer-Kanälen, einen Bestellungsanstieg im Großhandel für die Frühjahr-/Sommersaison 2020, die Erträge aus der Brillen-Lizenz und eine Reduktion der Kosten im Jahresvergleich.

Zudem zeigte sich das Unternehmen mit der Dynamik zufrieden, die das Geschäft nach dem Launch von Victoria Beckham Beauty verzeichnete, sowie auch mit der positiven Resonanz der Laufsteg-Show der Frühjahr-/Sommerkollektion 2020.

Die Designerin hat mit Blick auf ihre Vergangenheit als Popstar stets betont, dass das Unternehmen kein Eitelkeitsprojekt ihrerseits sei. Nach über einem Jahrzehnt im Markt und angesichts der Tatsache, dass sie einen Branchenakteur von der Statur eines Ralph Toledano anziehen konnte, muss man ihr Recht geben.

Die Ergebnisse des kommenden Geschäftsjahrs werden mit Spannung erwartet, um zu sehen, ob die angestoßenen Projekte Früchte tragen und ob aus der verlockenden Ankündigung eines profitablen EBITDA im vierten Quartal Wirklichkeit wird.

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