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Von
AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.02.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Virtuelle London Fashion Week vor Corona-Hintergrund

Von
AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.02.2021

Die London Fashion Week startete am Freitag aufgrund der Coronavirus-Einschränkungen in digitaler Form. Wichtige Akteure wie Victoria Beckham bleiben dem Event fern, doch andere wie Burberry nutzen die Online-Bühne.

Burberry - Frühjahr/Sommer 2021 - Womenswear - Londres - © PixelFormula


Trotz der Abwesenheit internationaler Berühmtheiten und Fashionistas, lassen es sich Designer wie Bora Aksu aus der Türkei, Molly Goddard aus Großbritannien und Simone Rocha aus Irland nicht nehmen, ihre neuen Kollektionen auf der Website der London Fashion Week zu enthüllen.

Die große Mehrheit der 94 teilnehmenden Designer plant eine Videopräsentation der Kollektionen. Die Veranstaltung, die am kommenden Dienstag endet, umfasst sowohl Menswear als auch Womenswear und geschlechtsneutrale Mode.

Am Montag enthüllt das britische Label Burberry, das nicht zuletzt für seine Trenchcoats berühmt ist, die Herbst-/Winterkollektion 2021 von Kreativdirektor Riccardo Tisci.<<<3>>>
Im September hatte das Modehaus seine Frühjahrs-/Sommerkollektion 2021 auf einem Filmset mitten im Wald präsentiert, die Show wurde auf Twitch live übertragen. Die Streaming-Plattform erfreut sich wachsender Beliebtheit und bietet die Möglichkeit, Live-Videospiele zu übertragen und dazu Live-Kommentare zu liefern. Über 40.000 Menschen sahen die innovative Show von Burberry, die aus verschiedenen Blickwinkeln mitverfolgt werden konnte.

Auswirkungen des Brexit<<<5>>>



Die ehemalige Popsängerin und Designerin Victoria Beckham präsentiert ihre Kreationen ein paar Tage vor der offiziellen London Fashion Week. Ihre Kollektion ist saisonübergreifend und soll "optimistisch und doch realistisch" sein, wie die Designerin erklärte. Beckham hielt sich während des Coronavirus-Lockdowns in Florida auf. Ihr Mann und ehemaliger Fußball-Superstar David Beckham ist Mitinhaber des Profi-Fußballclubs Inter Miami.

Victoria Beckham erklärte, dass sich die Menschen während der Pandemie "dennoch in Schale werfen" wollen, aber "mit einem Bedürfnis nach mehr Tragekomfort". Ihre Designs enthalten militärische Details, die ein "Gefühl der Geborgenheit – eine gewisse Belastbarkeit" hervorrufen. Ihre Kollektion umfasst aber auch eine leichtherzigere, zartere Seite mit Jersey-Kleidern und Blumen- sowie Goldfischprints.

Die fröhlicheren Designs stehen im klaren Gegensatz zu den düsteren Zukunftsaussichten für die britische Modebranche, die durch die Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. In Großbritannien starben über 118.000 Menschen an Covid-19 und das Land befindet sich seit Januar erneut im Lockdown.

Die Modebranche, die fast 890.000 Menschen beschäftigt und 2019 GBP 35 Milliarden (EUR 39 Mrd.) zum britischen BIP beisteuerte, leidet darüber hinaus unter dem Brexit und dem Ende des freien Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs zwischen der EU und dem Inselstaat.

Anfang Februar unterzeichneten Hunderte Akteure der Modebranche – darunter ehemalige Topmodel wie Twiggy und Yasmin Le Bon – einen offenen Brief unter der Führung der Fashion Roundtable. Darin warnen die Verfasser, dass die Branche aufgrund des Brexit starken Schaden erleiden könnte.

Um Nachwuchsdesignern während der Pandemie ein neues Sprachrohr zu verleihen, arbeitet der Branchenverband British Fashion Council mit dem Social Media-Riesen TikTok zusammen. Weiter schloss der BFC ein Abkommen mit Clearpay ab, um den Umsatz mit "Buy now, Pay later"-Angeboten anzukurbeln.

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