Vivarte plant Veräußerung von Kookaï, Chevignon und Pataugas

Vivarte (La Halle, La Halle aux chaussures, André, Caroll, Minelli, San Marina ...) trennt sich von den Marken Kookaï, Chevignon und Pataugas (zusammengerechnet über 900 Angestellte). Dies bestätigten verschiedene Quellen am Donnerstag.

Kookaï

„Wir wurden lediglich telefonisch informiert, ohne genauere Details“ über den Verkauf der drei Marken zu erhalten, erklärte Gewerkschaftssekretär Karim Cheboub der französischen Nachrichtenagentur AFP.
Die Veräußerung ist jedoch Teil der Neuausrichtung des Konzerns. Die Marken waren dem Finanzchef unterstellt, was diesen Ausgang bereits im Vorfeld vermuten ließ.

Eigentliches Sorgenkind ist Kookaï. Bereits im Januar schrieben wir in FashionMag Premium: „Bei Vivarte hat Kookaï Grund zur Sorge. Im vergangenen Geschäftsjahr (Stichtag: Ende August 2015) ergaben sich für die Marke ein Umsatzrückgang um 23 Prozent auf 72,5 Millionen Euro und Verluste in Höhe von 30 Millionen Euro. Die Zukunft des ehemaligen Zugpferds der französischen Young Fashion ist mehr als unsicher.“

Der seit dem Frühjahr vom früheren Monoprix-Chef Stéphane Maquaire geführte Vivarte-Konzern kündigte zum Jahresbeginn bereits die Veräußerung der Compagnie Vosgienne de la Chaussure (CVC, 140 Arbeitnehmer) sowie von Défi Mode (85 Läden, 340 Angestellte) an. Weiter trennte sich der Konzern im Januar von Accessoire Diffusion.

Ein Sprecher der Konzernleitung bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die geplante Veräußerung von Kookaï, Chevignon und Pataugas. Es handle sich jedoch erst um „den Anfang des Projekts“, das noch mehrere Monate andauern dürfte.

Die Gewerkschaften von Kookaï und Chevignon wurden am Donnerstag anlässlich der Betriebsratssitzung der beiden Unternehmen über das Projekt informiert und bemängeln eine „undurchsichtige“ Vorgehensweise. Bei Pataugas, das über kein Betriebsrat verfügt, wurden die Angestellten direkt informiert.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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