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DPA
Veröffentlicht am
20.05.2020
Lesedauer
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Weleda sieht nach gutem Vorjahr Unsicherheiten für 2020

Von
DPA
Veröffentlicht am
20.05.2020

2019 steigerte die Weleda AG erneut Umsatz und Eigenkapital und erzielte ein leicht geringeres Nettoergebnis. Der Umsatz im ersten Quartal 2020 war trotz der Corona-Pandemie in vielen Ländern gut. Die aktuelle Situation erschwert aber eine Prognose für das Jahr 2020.

Weleda AG


Der Nettoumsatz ist um 4,1 Prozent von 412,3 Mio. Euro auf 429,3 Mio. Euro gewachsen (wechselkursbereinigt 3,9 Prozent). Das konsolidierte Jahresergebnis lag mit 13,0 Mio. Euro um 9,3 Prozent unter Vorjahr (14,3 Mio. Euro). Das Nettofinanzguthaben betrug zum Bilanzstichtag mit 47,7 Mio. Euro (Vorjahr 35,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote hat sich auf 52,9 Prozent weiter erhöht (Vorjahr: 51,1 Prozent).

Im Geschäftsfeld Naturkosmetik lag das weltweite Umsatzwachstum mit insgesamt 6,3 Prozent (wechselkursbereinigt 6,0 Prozent) über Vorjahreshöhe (2018: 5,2 Prozent). Der Umsatz 2019 betrug 327,0 Mio. Euro. Die umsatzstärkste Region D-A-CH wuchs wechselkursbereinigt um 3,5 Prozent. Das Umsatzwachstum in allen übrigen Ländern betrug 9,2 Prozent. Die Skin Food Serie war in allen Märkten einer der wichtigsten Wachstumstreiber. Es ist ein gutes Beispiel für das grosse Potenzial eines schon seit fast 100 Jahren bewährten Produkts, das 2019 zu einer Serie mit vier Produkten erweitert wurde.

Die weltweiten Umsätze im Geschäftsfeld Arzneimittel verminderten sich im Jahr 2018 um 2,3 Prozent (wechselkursbereinigt -2,0 Prozent) auf 102,3 Mio. Euro (Vorjahr: 104,7 Mio. Euro).

Nach dem erfolgreichen Start von vier City Spas in den Niederlanden 2019 folgte im Januar 2020 das erste deutsche Spa in Hamburg. Für das nächste City Spa in Stuttgart wurde bereits eine passende Immobilie gefunden. Die Eröffnung wird voraussichtlich diesen Sommer stattfinden. In den Weleda City Spas werden Massagen und Gesichtsbehandlungen angeboten, ganzheitlich und 100 Prozent natürlich.

Auch Weleda ist von der aktuellen Corona-Krise betroffen. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen standen für Weleda gerade im D-A-CH Markt die meisten Absatzkanäle auch während der Lockdown-Zeit offen. In den meisten Ländern konnten Weleda Produkte in Drogerien, Supermärkten, Apotheken und online verkauft werden. Die Lieferketten und die Versorgung mit Rohstoffen sind bisher recht stabil, sodass die Produktion und die Auslieferung an den Produktionsstandorten größtenteils aufrechterhalten werden können.

Die Pandemie wird die Wirtschaftsleistung in den allermeisten Ländern erheblich schwächen. Es ist schwer einzuschätzen, wie groß der wirtschaftliche Abschwung sein wird und wie lange es dauert, bis sich die Wirtschaft wieder erholt haben wird. Nach aktueller Einschätzung wird der Umsatz von Weleda gegenüber den Erwartungen zurückbleiben. Die Weleda Geschäftsleitung habe Maßnahmen eingeleitet, um auf der Kostenseite reagieren zu können. Neben verschiedenen Maßnahmen wurde Kurzarbeit beantragt, unter anderem auch in D und CH.

Für die Arzneimittel rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang hauptsächlich verursacht durch den Wegfall der Erstattungsfähigkeit der Arzneimittel für die integrative Medizin in Frankreich. Insgesamt erwartet Weleda, dass sich die getroffenen Zukunftsentscheidungen wie Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Umsetzung einer langfristigen Strategie für das Pharmageschäft, die Einführung von Naturkosmetik-Neuprodukten sowie der weitere Ausbau der Märkte ausserhalb Europas langfristig positiv auf das Betriebsergebnis auswirken.

Um die Auswirkungen der Corona-Krise in Grenzen zu halten, setzt Weleda auf gesellschaftliche Solidarität. Daher unterstützt Weleda besonders jene Einrichtungen, die am stärksten mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert sind, darunter Krankenhäuser und medizinische Hilfsdienste.

Weleda Frankreich, dessen Sitz im stark betroffenen Elsass liegt, produzierte 2 500 Liter Desinfektionsmittel und spendete es mitsamt Masken und Handschuhen an Krankenhäuser in der Region Grand Est. Weleda in Schwäbisch Gmünd stellte Handcremes für Krankenhäuser und soziale Einrichtungen zur Verfügung. Auch andere Weleda Betriebe weltweit, etwa in der Schweiz, in den Niederlanden, Italien, Spanien und Neuseeland, unterstützen in ähnlicher Weise ihre nationalen Gesundheits- und Hilfsorganisationen. Weleda erweiterte ausserdem für seine Mitarbeitenden die Möglichkeiten von Home Office und flexiblen Arbeitszeiten und stellte die Verfügbarkeit von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sicher.

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