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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
27.08.2014
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3 Minuten
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Weniger Wohl, mehr Wehe bei Karstadt

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
27.08.2014



Früher glanzvolle Institutionen, heute Sorgenkinder des Handels: Karstadt-Häuser (obwohl hier gezeigte Haus am Ku'damm in Berlin sehr gut läuft)


Nur noch jeder vierte Deutsche kauft in Warenhäusern ein
Das Bundeskartellamt hat in der letzten Woche dem Verkauf von Karstadt von Berggruen an René Benkos Signa Holding zugestimmt. Die Behörden winkten die 1 Euro-Transaktion ohne Auflagen durch, schließlich würde ja nur „ein Investor durch einen anderen ausgetauscht“.

Doch Benko ist ein ganz anderer Investor als Berggruen

Der 37-jährige Österreicher weiß, wie Warenhaus funktioniert oder besser nicht funktioniert. Im Kaufhaus Tyrol in seiner Heimatstadt Innsbruck hat er gezeigt, wie er das Geschäft betreibt - nämlich als Einkaufszentrum mit Filialisten und Fachgeschäften in homogenem Layout. Auch wenn das Innsbrucker Kaufhaus nur bedingt als Blaupause geeignet ist, könnte er davon einige Anleihen für Karstadt verwerten.
Die bunte, überbordende Warenwunderwelt, die in den 30er Jahren boomte, hat im 21. Jahrhundert ihren Reiz verloren. Vielleicht weil sie eben nicht mehr so wunderbar und erlesen, sondern meist nur noch durchschnittlich ist. Nur noch jeder vierte Deutsche besucht die einstigen Warenkonsumtempel, die heute oftmals den Charme eines 2-Sterne-Hotels aus den 80er Jahren haben. Die Jugend meidet die Häuser sogar gänzlich. Die Kunden ordern mittlerweile Vieles für Haushalt und Kleiderschrank im Internet oder gehen in die vielen neuen Shoppingmalls. Dort finden Kunden wie gehabt alles unter einem Dach, aber die dort angesiedelten Fachgeschäfte - egal, ob Elektronik, Mode oder Sport - bieten deutlich bessere Sortimente. Das hat Benko verstanden und wird es wohl auch umzusetzen wissen.

Weiter in den roten Zahlen

Das Modell „Warenhaus“ befindet sich seit den 80er Jahren auf dem absteigenden Ast - sowohl bei Karstadt als auch bei Kaufhof, auch wenn es dort momentan noch ganz passabel läuft. Wie schlecht das Konzept derzeit angenommen wird, lässt sich auch an den kürzlich veröffentlichten Jahresabschluss von Karstadt herauslesen. Die Umsätze sanken im Geschäftsjahr 2012/13 um knapp 9% auf 2,672 Mrd. Euro. Der Jahresfehlbetrag belief sich auf 131 Mio. Euro. Auf für das laufende Jahr erwartet Karstadt einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe. Erst für 2016/17 wird erstmals ein „ positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als realistisch“ eingestuft.

Weitz ist weg, einige Häuser vielleicht auch bald

Personell hat Benko bereits erste Umbaumaßnahmen betrieben: Der Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz, der nach dem Ausscheiden von Eva-Lotta Sjöstedt auch als Interims-Co-CEO fungierte, ist in „beiderseitigem Einvernehmen“, aber doch relativ überraschend aus dem Unternehmen ausgeschieden. Chief Finance Officer Miguel Müllenbach übernimmt nun interimistisch die Gesamtverantwortung für Karstadt. Vielleicht ist der Abgang von Weitz bereits ein erster Schritt in die Richtung, die viele Mitarbeiter befürchten. Die Rentabilität aller Häuser wird geprüft und gerade kleinere Häuser schneiden in diesem Kriterium schlecht ab. Rund 20 der 83 Häuser könnten geschlossen werden, einige Experten rechnen sogar mit 30 bis 40 Standorten. Den anderen Filialen könnte eine Umstrukturierung à la Tyrol bevorstehen. Das heißt, weniger Karstadt, mehr Shop-in-Shops.
Momentan gibt es aber nur Spekulationen, ein gutes Dutzend Wirtschafts- und Handelsexperten geben ihren Senf dazu, Verdi geifert und fordert zum wiederholten Male ein tragfähiges Konzept, aber Benko lässt sich nicht in die Karten schauen. Vielleicht gibt es aber mehr Klarheit nach dem 11. September. Dann findet nämlich die mehrfach verschobene Aufsichtsratssitzung statt. Das Datum steht aber unter keinem guten Stern...

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