Werenbach launcht Armbanduhr mit Draht zur ISS

Das junge Schweizer Uhrenlabel Werenbach bringt mit Mach 33 eine neue Kollektion auf den Markt – und will damit neue Wege der digitalen Integration gehen. Dank einem Mikrochip in der Uhr ist es möglich, sich per Smartphone in den Live-Stream der ISS einzuwählen und so Bilder aus dem All zu empfangen.

Das Spaceborn-Modell der Mach-33-Kollektion kann Bilder von der ISS auf das iPhone-Display holen. - Werenbach

Die Kollektion soll am 12. Juni auf der internationalen Crowdfunding-Plattform Kickstarter "in einem für jedermann interessanten Preissegment" lanciert werden. ​Wie alle Werenbach-Uhren enthalten auch die neuen Modelle Originalmaterial geflogener Sojus-Raketen.
 
Durch Berühren des Smartphones mit der Uhr wird laut des Herstellers ein Authentifizierungsprozess ausgelöst, bei dem der Livestream der ISS während der Projektlaufzeit des HDEV aktiviert wird. Ein neues digitales Erlebnis, das die Träger der Uhren im Alltag inspirieren und zu neuen Denkweisen animieren soll.
 
Das Material für die neue Kollektion stammt von der Sojus MS-02, die drei Astronauten zur der internationalen Raumstation ISS befördert hat. Wie bei den zwei bereits gelaunchten Werenbach-Kollektionen – Sojus und Leonov – werden die abgesprengten Trümmerteile dieser Rakete in der kasachischen Steppe geborgen, sortiert, aufbereitet und als original Plättchen in die Zifferblätter der Uhren eingearbeitet, heißt es seitens Werenbach. 

Namengebend für die aktuelle Kollektion ist die Geschwindigkeit, die dem 33-fachen der Schallgeschwindigkeit entspricht. Mit dieser Geschwindigkeit, der so genannten Fluchtgeschwindigkeit, kann ein Körper die Schwerkraft auf der Erde überwinden.

Nachdem Werenbach 2017 eines der erfolgreichsten Kickstarter-Projekte in der Schweiz verzeichnen konnte, wagt das Unternehmen einen weiteren Versuch, die Produktion einer neuen Kollektion mittels Crowdfunding zu finanzieren. Ziel diesmal sei es jedoch, eine für alle Käufersegmente interessante Preisstruktur zu schaffen. 

Als Start-up-Unternehmen ist Werenbach nach wie vor auf Unterstützung der "Crowd" angewiesen. Für Interessenten, die etwas Geduld mitbringen, bietet dies die Gelegenheit, eine Uhr mit bis zu 50 Prozent Rabatt zu bekommen. 
 
Werenbach wurde 2012 von Patrick Hohmann in Zürich gegründet. Die erste Kollektion sowie der dazugehörige Roman entstanden in einem winzig kleinen Atelier in der Zürcher Altstadt. Ein erster Schritt auf den internationalen Markt gelang Werenbach 2017 dank einem erfolgreichen Crowdfunding-Projekt.
 

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