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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
19.04.2016
Lesedauer
4 Minuten
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Wie nachhaltig ist H&M wirklich?

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
19.04.2016



Ein starkes Stück: Der H&M Nachhaltigkeitsreport


H&M setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere für Frauen, ein
130 Seiten lang ist der neueste Sustainability Report von H&M. Ein dickes Stück! Doch mit dem seitenlangen Report ist noch längst nicht Schluss. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Conscious Collections. Diese Woche startete der schwedische Moderiese erstmals die „World Recycle Week“, in der allein 1.000 Tonnen ungewollter und abgetragener Kleidung gesammelt werden sollen. Unterstützung für dieses ambitionierte Ziel hat sich H&M von der Sängerin M.I.A (Paper Planes) geholt und eigens dafür ein Musik-Video produziert. Doch ist H&M wirklich der grüne Retter unseres Planeten oder sind die ganzen Nachhaltigkeits- und Recycling-Initiativen nicht zuletzt nur Greenwashing und ein effektives Marketinginstrument, um sich von Zara und Primark positiv abzugrenzen?

Durchaus lobenswerte Zielsetzung

Die guten Nachrichten zuerst: Es ist lobenswert, dass sich H&M stark für den Umweltschutz einsetzt und hehre Ziele hat. So wurde in den letzten fünf Jahren der verwendete Anteil von nachhaltig angebauter Baumwolle mehr als vervierfacht. Der Anteil liegt jetzt bei über 31% und soll bis 2020 auf 100% ansteigen. Gleichzeitig ist H&M einer der größten Verwerter von recyceltem Polyester weltweit. Gleichzeitig versucht der Konzern, für seine Schuhe mehr lösungsmittelfreie Kleber einzusetzen, veganes PU-statt echtem Leder zu verwenden, auf den Einsatz schädlicher Chemikalien zu verzichten und den Wasserverbrauch bei der Herstellung von Fasern und Kleidung weitestgehend zu verringern. Auch die Arbeitsbedingungen für die 1,6 Mio. Arbeiter in den rund 1.900 Zuliefererfabriken wurden verbessert und die Frauen in ihren Rechten und ihren Aufstiegschancen gestärkt. Das kommt den Gemeinden vor Ort zu Gute.


Der gute Wille: Ausgewählte Graphiken aus dem H&M Sustainability Report zu Themen wie nachhaltig hergestellte Baumwolle oder Menge der gesammelten Altkleider

Der geschlossene Kleider-Kreislauf ist noch eine Illusion



Long live fashion? Aber ein Second Life für Altkleider bei H&M gibt es nur selten
Auch die Umweltorganisation Greenpeace lobt grundsätzlich die Anstrengungen von H&M, mit denen der Konzern versucht, nachhaltiger zu wirtschaften und (irgendwann) einen geschlossenen Kleider-Kreislauf zu etablieren. Gleichzeitig gab es Kritik: „H&M ist weit davon entfernt, sein volles Nachhaltigkeitspotential zu nutzen.“ Aktuell besteht der Gesamtanteil an recyceltem Material über den gesamten Output bei gerade mal 1%. Letzten Herbst hatte es eine Jeanskollektion gegeben, deren Baumwoll-Recycling-Anteil - aus Haltbarkeitsgründen - bei 20% gelegen hatte. Dabei hätte auch der deutlich höher ausfallen können, andere kleinere Labels schaffen das schließlich auch - aber eben nicht für 39 Euro und nicht in großen Stückzahlen. Bedenkt man, dass H&M seit 2013 über 22.000 Tonnen Altkleider (entspricht etwa 100 Millionen T-Shirts) in seinen Filialen gesammelt hat, braucht es viel nicht Fantasie, um auszurechnen, dass der Großteil davon - anders als im M.I.A.-Video auf den ersten Blick suggeriert - kein zweites Leben als H&M-Produkt führen durfte. Die Journalistin Lucy Siegle behauptete in der Zeitung The Guardian gar, dass H&M aufgrund der noch limitierten technischen Möglichkeiten 12 Jahre brauche, um 1.000 Tonnen Altkleider neu aufzubereiten - das ist so viel, wie H&M momentan innerhalb von 48 Stunden auf den Markt bringt. Ein Großteil der aktuell gesammelten Altkleider wandert wohl den üblichen Weg: Was nicht als Second-Hand-Ware verkauft werden kann, wird gespendet (bei H&M waren es letzten Jahr 5 Mio. Kleidungsstücke) oder anderweitig etwa als Putzlappen oder Füllmaterial verwendet. Immerhin muss man H&M anrechnen, dass dadurch wahrscheinlich verhindern, dass die verrottenden Kleiderberge unter der afrikanischen, asiatischen oder südamerikanischen Sonne nicht noch schneller wachsen als sonst. Zudem wies Greenpeace damals darauf hin, dass H&M mit seinem Recycling-Kreislauf auch einen Schadstoff-Kreislauf begünstigt, zumindest dann, wenn bei der Produktion der Altkleider Chemie verwendet wurde. Diese Gift- und Schadstoffe bleiben bei der Aufbereitung in den neuen „nachhaltigen“ Kleidern und gelangen in Resten ins Trinkwasser.

Nachhaltigkeit als Marketing-Instrument

Größter Kritikpunkt bleibt aber, dass H&M mit dem guten Gewissen der Kunden Geld erzielen will und Mode weiter zum Wegwerfprodukt degradiert. „Auch, dass H&M für abgegebene Altkleidung einen Rabatt von 15% auf neue Einkäufe gibt, ist mehr als fragwürdig. Das sorgt nämlich für einen steigenden Kleidungskonsum“, moniert Greenpeace. Statt Hinweise zur Reparaturen oder besseren Pflege, wird der Konsument aufgefordert, neu zu kaufen. Aber wen wundert’s: Für H&M ist der Verkauf von neuesten Modetrends ein Geschäftsmodell. Als börsennotierter Konzern sind die Schweden selbstverständlich vor allem daran interessiert, Umsätze und Gewinne zu steigern, statt den Planeten zu schützen. Dies zu erreichen, ist für sie aber immerhin ein wünschenswertes Nebenprodukt...

Fotos: H&M / (2) GMB Akash

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