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Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
26.09.2022
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Wolford: Halbjahresumsatz floriert, doch EBIT-Verlust steigt

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
26.09.2022

Die Halbjahresergebnisse des hochwertigen Strumpfwarenproduzenten Wolford "erfüllen die Umsatzerwartungen". Doch betont das Unternehmen: "Die Bedingungen bleiben schwierig, sowohl aus geopolitischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht".


Amina Muaddi x Wolford


Der Umsatz verbesserte sich im ersten Halbjahr, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 14,4 Prozent auf einen Verlust von EUR 16,9 Millionen. Dies sei auf "hohe inflationsbedingte Kosten" zurückzuführen.

Dennoch habe das Unternehmen "Fortschritte bei der Markt- und Markenpositionierung gemacht" und es erwarte "die Stabilisierung des positiven Umsatztrends für das Gesamtjahr".

Im Detail verbesserte sich der Umsatz von Januar bis Juni um 29,4 Prozent auf EUR 54,3 Millionen. Das flächenbereinigte Wachstum unter Ausschluss des Lizenzgeschäfts betrug gar +40 Prozent, was gemessen an der Entwicklung im breiteren Luxusgütermarkt am oberen Ende der Skala liegt.

Das Wachstum erstreckte sich über fast alle Regionen und Vertriebskanäle. Besonders die USA entwickelten sich mit einem Anstieg um 40 Prozent besonders gut, doch auch in der Region EMEA ergab sich trotz des anhaltenden Kriegs in der Ukraine ein Plus von 30 Prozent. In Asien/Ozeanien liege der Umsatz "leicht" über dem Vorjahresniveau, trotz der Auswirkungen der Pandemie.

Sowohl im Einzel- als auch im Großhandel ergab sich ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Über Multibrand-Händler setzte das Unternehmen 60 Prozent mehr Waren ab. Im Onlinehandel ergab sich eine "positive Entwicklung".

Die "anhaltende strukturelle Reorganisation und die schwierigen Bedingungen" seien für das rückläufige EBIT verantwortlich. "Die Stoff-, Papier-, Strom- und Logistikkosten stiegen, teils markant, aufgrund der Inflation und von Engpässen in den Beschaffungsmärkten".

Weiter seien die Personalkosten gestiegen, weshalb das Unternehmen für das Gesamtjahr keine Verbesserung beim EBIT erwartet.

Zur Gewährleistung der Liquidität habe Wolford Darlehen von seinem Mehrheitsaktionär aufgenommen. Das Unternehmen "bleibt für eine sichere Finanzierung im engen Kontakt mit den Banken".

Wolford habe in seinen Präsenzmärkten in den vergangenen Monaten "weiter am Ausbau unserer Bekanntheit" gearbeitet. Dazu gehört die "Ausarbeitung eines starken Einzelhandelsplans mit sechs neuen Storeeröffnungen und Umsiedlungen in Schlüsselstädten". In Paris wurde ein Flagship-Store an der Rue Saint-Honoré eröffnet und die Verkaufsstelle in New York wurde an einen "größeren und besseren Standort" verlegt, der sich noch immer an der Madison Avenue befindet.

Zwischenzeitlich haben neue Collaborations mit Alberta Ferretti und GCDS "dazu beigetragen, die Anzahl Besucher über alle Absatzkanäle zu erhöhen und neue Kundengruppen zu erreichen. Die Markenbekanntheit wurde durch eine starke digitale und Social Media-Strategie weiter gestärkt“.

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