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Zalando erhöht Jahresprognose und holt Arket auf die Plattform

Veröffentlicht am
16.07.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Zalando gehört mit dem eigenen Plattformgeschäft zu den deutlichen Gewinnern in der Corona-Krise. Das zeigt nicht nur das herausragende Ergebnis im zweiten Quartal. Der Online-Riese rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren Zuwächsen und allein beim Bruttowarenvolumens (GMV) mit einer Steigerung von 20-25% sowie einem Umsatzwachstum von 15-20%. Darüber hinaus erwartet Zalando bereinigte Erlöse vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 250 und 300 Mio. Euro und plant weiterhin mit Investitionen in Höhe von 230-280 Mio. Euro. 

Das Management blickt auf ein erfolgreiches zweites Quartal. - Zalando/Daniel Hofer


Nach vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2020 konnten die Berliner ihr GMV außerdem um beachtliche 32-34% auf 2,67-2,71 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,02 Mrd. Euro) und den Umsatz um 26-28% auf 2,01-2,05 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,60 Mrd.) steigern.

Das bereinigte EBIT lag im gleichen Zeitraum zwischen 200-220 Millionen Euro (Q2 2019: 101,7 Millionen). Zwischen April und Juni kamen etwa 180 Partner neu zum Partnerprogramm hinzu.

Im zweiten Quartal haben mehr als drei Millionen neue Kunden bei Zalando eingekauft. Auch Zalandos Shopping Club, Zalando Lounge, hat von dieser Entwicklung stark profitiert. Das auf Verkaufsaktionen und Kampagnen basierende Geschäftsmodell verzeichnete ein Rekordwachstum bei Seitenaufrufen und Umsatz. 

Dies alles sei ein deutliches Signal, dass das eigene Geschäft nach einem herausfordernden ersten Quartal wieder auf Kurs ist. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. Juni 2020 auf 1,38 Mrd. Euro.

Das starke Neukundenwachstum zeigt deutlich, dass wir Kundinnen und Kunden in diesen herausfordernden Zeiten ein attraktives Einkaufserlebnis bieten. Als Folge der vorherrschenden Gesundheits- und Sicherheitsbedenken kaufen Kunden generell gern online ein – und ganz besonders gern bei uns", kommentiert Finanzvorstand David Schröder den aktuellen Stand des Unternehmens. 

"Daher konnten wir unser Plattformgeschäft im zweiten Quartal weiter erfolgreich ausbauen und deutliche Fortschritte dabei machen, zum Starting Point for Fashion, der ersten Anlaufstelle für Mode, zu werden", so Schröder weiter. 

Das Premium-Lifestyle-Konzept der H&M Group soll ab August das Wholesale-Geschäft vorantreiben. - ARKET


Das starke Finanzergebnis wurde zudem durch zwei temporäre Effekte begünstigt. Einerseits hätten sich Nachholeffekte aus dem ersten Quartal positiv auf das Wachstum von GMV und Umsatz ausgewirkt. Die seit April wieder erstarkte Nachfrage führte zu einem starken Verkauf von Frühjahrs- und Sommermode. 

Außerdem verzeichnete Zalando im gleichen Zeitraum einen Rückgang der durchschnittlichen Retourenquote, was sich positiv auf die Profitabilität des Geschäfts ausgewirkt hat. Gründe seien neben einem Zuwachs an Kunden das veränderte Einkaufsverhalten, u.a. eine gestiegene Nachfrage nach Artikeln aus den Bereichen Sport- und Kindermode sowie Beauty – sowie der starke Zuwachs an neuen Kunden.
 
Auch in der zweiten Jahreshälfte wird Zalando weiter in sein Plattformgeschäft investieren und gleichzeitig auch das Wholesale-Geschäft weiter ausbauen. Beispiel dafür ist das Premium-Lifestyle-Konzept Arket. Die zur H&M Gruppe gehörende Marke soll ab August über Zalando erhältlich sein. 

Die offiziellen Geschäftszahlen für das zweite Quartal will Zalando am 11. August veröffentlichen.

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