Zalando peilt 3 Milliarden Umsatz an



Are you ready? 3 Milliarden sind 2015 für Zalando in Reichweite
Zalando konnte seinen Umsatz im dritten Quartal um 42,2% auf 713,1 Mio. Euro steigern. Aufgrund anhaltender Investitionen und gestiegener Marketingaufwendungen lag das bereinigte EBIT allerdings mit -23,5 Mio. Euro weiter im roten Bereich. Der Dämpfer ist für den für Finanzen zuständigen Vorstand Rubin Ritter kein Grund für Beunruhigung, schließlich ist das dritte Quartal aufgrund des Abverkaufs der Sommerware für viele Modehändler margenschwächer als andere, und zum anderen verfolgt Zalando mit seinen Investitionen in Technologie, Markenaufbau und Logistik wie bereits beim Börsengang kommuniziert eine längerfristige Vision.
Für den Neun-Monatszeitraum ergibt sich ein Wachstum von knapp 35% auf 2,1 Mrd. Euro, was fast genauso viel ist, wie Zalando im gesamten letzten Jahr umgesetzt hatte (2,2 Mrd. Euro). Insofern ist die Marschroute klar: Bis Ende 2015 will der Berliner Onlinehändler die 3 Mrd. Euro-Grenze knacken. Das Unternehmen geht weiter von einem Wachstum zwischen 33-35% aus. Am Ende des Jahres soll das EBIT auch positiv ausfallen. Schon in der Gesamtschau der neun Monate schafft es Zalando, profitabel dazustehen: Das EBIT belief sich auf 35,7 Mio. Euro, was einer Marge von 1,7% entspricht.


Durch die Co-Brand-Kampagne mit Joan Smalls für Calvin Klein will Zalando sein Wäschesegment beleben
Das dritte Quartal war für Zalando von einem besonderen Momentum geprägt: Die Kunden haben dem Unternehmen noch nie so gutes Feedback gegeben wie jetzt, sagte Ritter. Über 17 Mio. Kunden hat der Versender laut eigenen Angaben. Ein positives Kundenerlebnis zu bieten, angefangen mit dem modischen Sortiment, mobiler Erreichbarkeit, schnelleren Lieferungen oder vereinfachten Retouren, treibt die Berliner nach wie vor an - und zahlt sich zumindest bereits auf Umsatzseite aus. Der Umsatzanstieg war zudem dem Umstand geschuldet, dass Zalando im dritten Quartal konsequent Frühjahr-/Sommerware - wenn auch mit Abschlägen - losgeschlagen hat und einen Tick eher als letztes Jahr mit dem Verkauf der voll- und höherpreisigen Herbstware begann. Die Ausfälle durch Betrugsfälle, die im ersten Halbjahr vermehrt auftraten, haben jetzt wieder ein Normalmaß erreicht, erklärte Ritter weiter. Für das Weihnachtsgeschäft ist Zalando optimistisch und rechnet vor allem mit einer erhöhten Ausgabe von Geschenkgutscheinen und will seine App in ein weihnachtliches Gewand stecken, um Kunden noch glücklicher zu machen. Weiter setzt Zalando offenbar große Hoffnungen auf die nächste Koop-Kampagne mit Calvin Klein. Dadurch soll das bislang eher nicht im Fokus gestandene Segment Wäsche stärker wachsen.
Angesprochen auf die Pläne für die erst mal auf Eis gelegte Bread & Butter verwies Ritter darauf, dass man plane, das Event im Sommer 2016 stattfinden zu lassen. Mit welchem Konzept und an welchem Ort, wollte er allerdings nicht verraten.

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