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Veröffentlicht am
17.11.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Zalando veröffentlicht ersten Diversitäts- und Inklusionsberich

Veröffentlicht am
17.11.2020

Zalando veröffentlicht seinen ersten jährlichen Diversitäts- und Inklusionsbericht "do.Better". Der Report soll eine Momentaufnahme des Unternehmens darstellen und die Fortschritte im Bereich Diversität und Inklusion (D&I) dokumentieren.

Zalando will die Geschlechtervielfalt ausbauen - Zalando


"Wir möchten eine diverse und inklusive Unternehmenskultur schaffen, weil wir davon überzeugt sind, dass Zalando nur so langfristig erfolgreich bleiben wird. Unser Einsatz für D&I ist dabei weit mehr als nur eine Geschäftsstrategie – sondern der einzig richtige Weg. Es ist unsere Vision, zum Starting Point for Fashion, der ersten Anlaufstelle für Mode in Europa, zu werden, und wir möchten alle auf diese Reise mitnehmen. Wandel braucht Zeit. Wir sind zwar noch am Anfang, aber unsere Fortschritte zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Zalando Co-CEO Rubin Ritter.
 
Im Herbst 2019 hat sich Zalando das Ziel gesetzt, bis Ende 2023 auf den sechs obersten Führungsebenen im Unternehmen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu erreichen. Der Anteil von Männern und Frauen auf der jeweiligen Ebene soll zwischen 40 Prozent und 60 Prozent liegen. Dieser 40/60/*-Korridor ziehe durch den Stern (*) nicht binäre Geschlechter aktiv mit ein. 

Derzeit liegt der Frauenanteil im Zalando Aufsichtsrat bei 56 Prozent. Auf der Ebene der Senior Vice Presidents (SVPs) habe sich der Frauenanteil binnen eines Jahres mit nun 30 Prozent fast verdoppelt (+13 Prozentpunkte zum Vorjahr). In der Gruppe der Vice Presidents (VPs) sind 22 Prozent Frauen repräsentiert (+3 Prozentpunkte zum Vorjahr).
 
Zalando plant, das Diversitätsziel bis Ende 2023 auf allen Ebenen zu erreichen. Dies gelte auch für den Vorstand, in dem bislang keine Frauen vertreten seien.
 
Die Geschlechtervielfalt in Tech-Teams zu steigern, sei Zalando besonders wichtig. Dort liege der Frauenanteil derzeit bei 17 Prozent, was dem deutschen Branchendurchschnitt entspreche. Zudem investiere Zalando fünf Millionen Euro in Initiativen, um mehr Frauen für Tech-Positionen zu gewinnen, weiterzuentwickeln und langfristig zu halten.
 
Zalando geht in seinem Bericht auch auf das geschlechtsspezifische Vergütungsgefälle, der sogenannte Gender Pay Gap, ein. Der durchschnittliche Vergütungsunterschied zwischen Frauen und Männern, die in vergleichbaren Positionen arbeiten, betrage in Deutschland rund 6 Prozent. Bei Zalando liege dieser Wert aufgrund einer klar strukturierten Vergütungsstruktur bei nur 1 Prozent. Für jeden Euro, den ein Mann bei Zalando verdiene, bekomme eine Frau in vergleichbarer Funktionen 0,99 Euro. 
 
Der positionsunabhängige Gender Pay Gap falle mit 22 Prozent deutlich höher aus und entspreche etwa dem deutschen Durchschnittswert, der bei 21 Prozent liege. Hauptgrund hierfür sei das derzeit noch unausgewogene Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen und Tech-Jobs bei Zalando, die besser vergütet werden.
 
Um ein noch inklusiveres und attraktiveres Einkaufserlebnis zu bieten, hat Zalando im vergangenen Jahr mehrere D&I-Initiativen angestoßen, wie die Diversifizierung des Sortiments und eine Auswahl vielfältiger Models. In der Beauty-Kategorie wurden Produkte für alle Hauttöne ergänzt und Mode in allen Größen gezeigt.
 
Erklärtes Ziel sei es zudem, bis 2022 70 weitere Black-Owned-Modemarken an die Plattform anzubinden und mit Marketingbudget zu unterstützen. Seit diesem Jahr können sich Kund*innen außerdem im Zalando-Shop registrieren, ohne ein Geschlecht anzugeben. Zudem wurde die Barrierefreiheit auf allen Webseiten und Apps verbessert, damit sie auch von Kund*innen mit Behinderungen vollständig navigiert werden können.

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