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Zalando verzeichnet gutes Geschäftsjahr und erweitert Angebot

Von
DPA
Veröffentlicht am
27.02.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Der Modehändler Zalando erweitert sein Premiumangebot und steigt in den Markt für Luxusmode ein. Das Sortiment an Premium- und Luxusmode soll bis 2023 verdoppelt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit.

Zalando


"Die Premium-Kategorie ist in den letzten Monaten am schnellsten gewachsen und wir sehen großes Potenzial, darauf aufzubauen", erklärte der Zalando-Co-Vorsitzende David Schneider. Dabei nimmt Zalando vor allem jüngere Kunden ins Visier.

Daneben will das Unternehmen das Geschäft mit Secondhand-Mode ausbauen. Ab Herbst 2020 sollen Kunden Secondhand-Mode auf der Zalando-Plattform kaufen und eigene Modeartikel an Zalando verkaufen können. Neben neuen Angeboten will der Modehändler sein Logistiknetz ausbauen und ein neues Verteilerzentrum in Spanien eröffnen. Die Investitionen hält das Unternehmen damit hoch: Rund 330 Millionen Euro will Zalando in seine Geschäfte stecken.

Im neuen Jahr erwartet das Unternehmen weitere Zuwächse. Nicht enthalten in der Prognose sind mögliche negative Effekte durch das Coronavirus. Der Umsatz soll um 15 bis 20 Prozent zunehmen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) soll 2020 bei 225 bis 275 Millionen Euro liegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen weiter mit. Analysten gingen im Vorfeld von einem Ergebnis von durchschnittlich knapp 246 Millionen Euro aus.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Zalando seinen Umsatz um gut 20 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gesteigert. Das Bruttowarenvolumen, das Gesamtausgaben von Kunden sowohl für Waren von Zalando als auch für solche aus dem Partnerprogramm umfasst, stieg um knapp 24 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Dabei baute Zalando sein Partnerprogramm aus, es trug 15 Prozent zum Bruttowarenvolumen bei. 2018 waren es noch 10 Prozent.

Das bereinigte Ebit nahm von 173,4 Millionen auf knapp 225 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit gut 99 Millionen Euro fast doppelt soviel wie im Vorjahr. Zalando verzeichnete dabei vor allem im Schlussquartal deutliche Zuwächse.

Allerdings bleiben weitere Baustellen: So lag die Zahl der Bestellungen pro Kunde bei 4,7 und damit um 6,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig ging die durchschnittliche Warenkorbgröße mit 56,6 Euro leicht zurück. Mehr Bestellungen verursachen mehr Kosten. Dem Unternehmen ist daher an größeren Warenkörben und weniger Einzelbestellungen gelegen. "Wir haben deshalb Mindestbestellwerte in 9 unserer 17 Märkte eingeführt", sagte Rubin Ritter, Co-CEO von Zalando. Deutschland ist nicht dabei.

Die Börse reagierte indes verhalten auf die soliden Zahlen. Die Papiere von Zalando sackten zuletzt um 6 Prozent auf 42,15 Euro ab und waren damit das Schlusslicht im schwachen MDax der mittelgroßen Werte. Zwischenzeitlich waren die Anteilsscheine um mehr als 9 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember abgesackt. Grund dürfte vor allem der aus Sicht der Händler verhaltene Ausblick des Unternehmens sein.

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