Zara-Mutter Inditex verbucht neue Rekorde und will Mitarbeiter daran beteiligen



"Wir rechnen damit, unsere Expansion in 2015 fortzusetzen", kündigte CEO und President Pablo Isla diese Woche an
Der weltgrößte Modekonzern Inditex baut seinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz weiter aus. In 2014 (Stichtag: 31. Januar 2015) stiegen die Umsätze um 8% auf 18,12 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Fläche wuchs der Zara-Mutterkonzern immerhin um 5% und machte damit mehr Boden gut als andere Modehändler. Gleichzeitig stärkte Inditex seinen globalen Footprint und eröffnete innerhalb eines Jahres netto 343 neue Läden - das entspricht einem Flächenwachstum von 10%. Mittlerweile betreibt die Gruppe rund um den Globus mehr als 6.683 Läden, davon alleine über 500 in China. Bei der Expansion setzt Inditex sowohl auf 1A-Toplagen in Metropolen wie bspw. in der Amsterdamer Kalverstraat, dem Kohlmarkt in Wien, der Züricher Bahnhofstraße oder demnächst auf der Oxford Street in London und erneut auf der Fifth Avenue in New York, als auch auf kleinere Orte wie Ulm, wo demnächst ein Zara eröffnen wird. Insgesamt sind 480 neue Läden für 2015 geplant. Dafür sollen rund 1,35 Mrd. Euro an Investitionskapital bereitgestellt werden.
Bestehende und künftige ZARA Flagship-Openings
Gleichzeitig verfolgt die Zara-Mutter unbeirrbar ihre Onlinestrategie und verkauft ihre verschiedenen Konzepte mittlerweile in 27 Märkten - und jedes Jahr kommen weitere dazu. Egal ob stationär oder im Netz - an Zara, Bershka, Pull&Bear oder Stradivarius kommt man so leicht nicht vorbei. Die permanente Penetrierung ist wahrscheinlich eines der Erfolgsgeheimnisse des unaufhaltsamen Wachstums. Daneben sind Schnelligkeit und eine exzellente Logistik nicht zu unterschätzen: Neue Entwürfe brauchen gerade mal zwei Wochen um von der Kreativabteilung in den Store zu gelangen. Zweimal wöchentlich wird das Sortiment in den Läden aufgefrischt. Mit dieser Strategie wächst Inditex weiter: In ersten 7½ Wochen des Geschäftsjahres (1. Februar bis 14. März 2015) stiegen die Erlöse um 13%.
Zara bleibt mit einem Umsatz von 11,594 Mrd. Euro (+7) und einem EBIT von 2,353 Mrd. Euro das Zugpferd des spanischen Konzerns. Gefolgt von Bersha (Umsatz: 1,6 Mrd. Euro), Massimo Dutti (1,4 Mrd. Euro) und Pull&Bear (1,3 Mrd. Euro). Stärkste Zuwachsraten verbuchten Zara Home (+21% auf 548 Mio. Euro) und Oysho (+18% auf 416 Mio. Euro).
Frühjahrs-Looks von Zara: Klarer Look mit romantischem Bohemian-Einschlag
Auch unterm Strich kann die Inditex-Gruppe Wachstumszahlen ausweisen: Das EBITDA verbesserte sich um 5% auf 4,103 Mrd. Euro, das EBIT um 4% auf 3,198 Mrd. Euro. Der Nettogewinn belief sich auf 2,501 Mrd. Euro; das sind 5% mehr als im Vorjahr. An diesem guten Ergebnis sollen nicht nur die Aktionäre mit einer Dividende von 0,52 Euro/Aktie (+7,5%) beteiligt werden sondern künftig auch die Mitarbeiter. Rund 70.000 Verkaufs-, Logistik- oder Konzeptangestellten, die länger als zwei Jahre dabei sind, sollen für die nächsten beiden Geschäftsjahre 2015 und 2016 zehn Prozent vom Gewinnzuwachs (gedeckelt auf 2% des Gesamtgewinns) erhalten. Offenbar hat Inditex-Gründer Amancio Ortega, der knapp 60% der Inditex-Aktien hält, mit seinen rund 64,5 Mrd. Dollar mittlerweile genug verdient...


Fotos: Inditex / Zara

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