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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
11.11.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Zunehmender M-Commerce beeinflusst Wahl der Zahlungsmethode

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
11.11.2020

Während die Bankkarte in Europa und den Vereinigten Staaten nach wie vor bei weitem das führende Zahlungsmittel ist, geht das anhaltende Wachstum des M-Commerce vor dem Hintergrund der Konkurrenz zwischen den GAFAs (Google, Amazon, Facebook, Apple) mit einer zunehmenden Nutzung anderer Zahlungsmittel wie Paypal oder Lydia einher.

DR


Eine von Arvato durchgeführte Marktstudie zeigt, dass Google Pay inzwischen international von 52,7 % der Verkaufsportale unterstützt wird. Dieser Erfolg lässt sich durch die weit verbreitete Nutzung seines Betriebssystems Android durch viele Mobiltelefonhersteller erklären. Apple, sein Hauptkonkurrent in diesem Bereich, hat im Vergleich dazu seine Zahlungslösung derzeit in 38,6 % der internationalen Websites integriert – trotz der Tatsache, dass Apple Pay derzeit in 60 Ländern eingesetzt wird, im Vergleich zu nur 30 für Google Pay.

Ein weiterer Akteur auf diesem Gebiet, den es zu beobachten gilt, ist Amazon. Der Online-Gigant hat seine Amazon Pay-Zahlungslösung bereits in etwa 18 strategischen Märkten implementiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Online-Händler letztendlich bereit sein werden, ihre Transaktionen einem großen Konkurrenten anzuvertrauen. Das Problem ist, dass Amazon Pay derzeit nur von 8,6% der Online-Händler weltweit unterstützt wird.

"Die Nutzung von PayPal (ursprünglich von Ebay gegründet) nimmt in allen analysierten Ländern zu, gehört aber in einigen Ländern nicht zu den dominierenden Zahlungsmitteln", so Arvato. Die Studie weist darauf hin, dass "die für jedes Land spezifischen Zahlungsmethoden ihre Position behalten".

Arvato


Dies gilt insbesondere für die iDeal-Lösung, die in den Niederlanden immer noch weit verbreitet ist, während die Zahlung bei Lieferung eine der wichtigsten Besonderheiten des russischen Marktes bleibt. Türkische Internet-Käufer bezahlen ihre Online-Einkäufe gerne per Wallets. In Frankreich verzeichnet die Studie einen bemerkenswerten Anstieg der Popularität der Bank-App Lydia, für die nicht weniger als 25% der Kunden im Alter von 18 bis 30 Jahren bereits angemeldet sind. In Deutschland ist die Zahlung per Rechnung nach wie vor gut etabliert.

Die Studie zeigt auch, dass Geschenkkarten in nicht weniger als sieben der neun untersuchten Länder zu den fünf meistgenutzten Zahlungsmitteln gehören. In den Vereinigten Staaten machen Kreditkarten und Digital Wallets mittlerweile 75% der Online-Zahlungen aus. Auf der anderen Seite des Pazifiks schätzen chinesische Verbraucher weiterhin lokale Lösungen wie Alipay (87% der Nutzer), Wechat Pay (76%) und in geringerem Maße QQ Wallet (25%) und Baidu Wallet (19%).

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