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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
05.05.2018
Lesedauer
2 Minuten
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Adidas steht trotz Boykottforderungen zu Kanye West

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
05.05.2018

Auf dem sozialen Netzwerk Care2 reagierten Verbraucher mit einer an Adidas gerichteten Boykottforderung auf Kanye Wests Äußerungen zur Sklaverei. In einer Petition wird die Marke dazu aufgefordert, die Yeezy-Kollektion des Sängers nicht länger anzubieten und sich generell von ihm zu distanzieren.


Kanye West mit seiner Frau Kim Kardashian West - Instagram: @kimkardashian


Die Petition auf Care2 bezieht sich auf Aussagen Wests in einem "bizarren Interview auf TMZ", wonach er der Überzeugung sei, Afroamerikaner hätten sich aus "eigener Wahl" über 400 Jahre lang als Sklaven unterwerfen lassen.

Der CEO von Adidas entgegnete am Donnerstag, das Unternehmen stehe zur Marke des Sängers, Yeezy, obwohl sich diese nur geringfügig auf den Konzernumsatz auswirke. Die Artikel der Kollektion würden hauptsächlich aus Marketingzwecken produziert, durch die sehr kleinen Auflagen entstünde ein großer Hype.

"Es fielen ganz klar einige Bemerkungen, die wir nicht unterstützen können", erklärte CEO Kasper Rorsted auf Anfrage von Journalisten. Das Unternehmen fühle sich jedoch "der Weiterentwicklung der Marke Yeezy stark verpflichtete".

Die Zusammenarbeit zwischen Wests Marke Yeezy und Adidas begann 2013. Im Jahr 2016 kündigte Adidas eine globale Strategie an, die auf eine langfristige Partnerschaft mit dem Label hindeutete. Dazu zählten auch der Ausbau der Bekleidungskollektion und mittelfristig die Eröffnung eigener Stores.

Kanye West machte in den vergangenen Wochen auch mit anderen Kommentaren Schlagzeilen und sorgte zuletzt unter seinen Stammkunden für Unmut. Auf Twitter sprach er sich vergangene Woche für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump aus. Im Gespräch mit TMZ bekräftigte er seine Begeisterung: "Ich liebe Trump, das ist mein Junge".

In der Petition halten die Antragsteller fest: "Kanye West hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung, … doch haben wir als Konsumenten auch das Recht, gegen diese gefährliche Art von Propaganda anzukämpfen". Deshalb werde der Sportausrüster aufgefordert, "jeglichen Kontakt zu Kanye West abzubrechen".

Am Samstag brachte Yeezy in Zusammenarbeit mit dem Sportswear-Label 2XU eine neue Kollektion heraus. Unter den neuen Artikeln der Kollektion Yeezy x 2XU befinden sich auch Tights zu USD 450, die Wests Ehefrau Kim Kardashian West vor einem Monat in den sozialen Medien angekündigt hatte. Die neuste Auflage der Yeezy-Kollektion wird im 2XU-Store in der Westfield Century City in Los Angeles verfügbar sein.

Es ist nicht auszuschließen, dass West mit seinen Kommentaren vor der Einführung der neuen Kollektion lediglich einen Medienrummel verursachen wollte, doch ist dabei nicht klar, welche neue Zielgruppe er damit ansprechen wollte. Es bleibt abzuwarten, ob er seine Kommentare in den Medien relativieren wird oder nicht.

Der an Adidas gerichtete Boykottaufruf auf Care2 will insgesamt 10.000 Unterschriften einholen, bislang wurde die Petition von über 5.000 Personen unterschrieben.
 

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