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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
02.07.2018
Lesedauer
3 Minuten
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ANDAM ehrt Antonin Tron und seine Marke Atlein

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
02.07.2018

Am Abend des 29. Juni fand im Kulturministerium die Preisverleihung des französischen Fördervereins ANDAM (Association Nationale pour le Développement des Arts de la Mode) statt. Der Hauptpreis ging an Antonin Tron (Atlein), die Jury würdigte darüber hinaus auch Ludovic de Saint Sernin, die Accessoire-Designerin Stéphanie D'Heygere und das Unternehmen Colorifix.

Antonin Tron - Matthieu Guinebault/FNW


Der Grand Prix mit 250.000 Euro ging an den in Antwerpen ausgebildeten Franzosen Antonin Tron, dessen Marke Atlein seine Kollektionen in Paris präsentiert und den Einfluss der Bewegung auf die Silhouette seit ihrer Einführung im Jahr 2016 brillant hinterfragt. Atlein wurde in das erste "Talents"-Förderprogramm der Fédération Française du Prêt à Porter Féminin aufgenommen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Preis für das Kreativlabel "Premières Collections" wurde ebenfalls von der Jury an einen Franzosen verliehen. Nämlich an Ludovic de Saint Sernin, der gerade erst 2017 eine Unisex-Linie auf den Markt gebracht hat, die seinen Namen trägt und bereits die Blicke auf sich zieht. Ein Talent, das auch vom LVMH-Preis nicht übersehen wurde.

In der Kategorie Accessoires, die mit 50.000 Euro dotiert ist, gewann D'Heygere dank der Arbeit seiner Designerin Stéphanie D'Heygere. Sie löst Accessoires von ihrer ursprünglichen Verwendung und verleiht ihnen andere Dimensionen, wie die jüngste Y/Project-Show zeigt, an der der Designer mitgewirkt hat.

Der Innovationspreis und die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung ging schließlich an das britische Unternehmen Colorifix aus Norwich, das sich auf die Suche nach neuen Lösungen für die verantwortungsvolle Färbung durch synthetische biologische Prozesse spezialisiert hat. Dies weckte das Interesse von "Fashion for Good", dem Förderer von Plug and Play und Kering.

Paris, die "fruchtbarste Mode-Landschaft"

"Diese Preise belohnen Kühnheit, Engagement und Ablehnung von Konventionen", so Kulturminister François Nyssen. "Mode ist das Herzstück der Geschichte und des kulturellen Erbes unseres Landes. Es ist eine der fruchtbarsten Kunstwelten, eine wichtige Quelle für Beschäftigung und Talent, um das uns die ganze Welt beneidet."

Die ANDAM-Preisträger um den französischen Kulturminister, der Pierre Bergé würdigte - Matthieu Guinebault/FNW


Den Vorsitz der ANDAM-Jury führte in diesem Jahr Pierre-Yves Roussel, Mitglied des LVMH Executive Committee. Zur Gruppe der 24 Experten gesellten sich vier Newcomer: René Célestin, Gründer der Eventagentur OBO, Gründer der Messe Première Classe, Xavier Clergerie, Grazia-Geschäftsführer Joseph Ghosn und Marc Goehring, Modedesigner und Chefredakteur der Zeitschrift 032C.

Die Jury bestand aus François-Henri Pinault (Kering), Renzo Rosso (OTB), John Demsey (Estée Lauder), Geoffroy de la Bourdonnaye (Chloé), Guillaume de Seynes (Hermès), Guillaume Houzé (Galeries Lafayette), Natalie Kingham (MatchesFashion), Bruno Pavlovsky (Chanel), Nadja Swarovski und Clarisse Reille (Defi).

"Ich möchte, dass ANDAM eine Plattform ist, die sich den großen Herausforderungen des digitalen Wandels der Mode und des verantwortungsvollen Übergangs widmet", sagte Guillaume Houzé, seit November Präsident von ANDAM, der seinem Vorgänger Pierre Bergé eine besondere Anerkennung zollte. "Unser Sektor hat unerwünschte soziale und ökologische Folgen. Die Mode ist eine der umweltbelastendsten Branchen und wir müssen alle Innovationen unterstützen. Und ich bin überzeugt, dass Paris der beste Ort dafür ist."

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