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Bata schließt alle Schweizer Filialen

Von
AFP
Veröffentlicht am
today 20.04.2016
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Die 29 Bata-Filialen in der Schweiz werden geschlossen, wie der Schuhkonzern am Montag mitteilte. Begründet wird die Maßnahme mit der starken Konkurrenz des Onlinehandels sowie dem teuren Schweizer Franken, durch den die Eidgenossen vermehrt in den Nachbarländern einkaufen.


„Die Auswirkungen des Onlinehandels, die Ankunft neuer Händler auf dem bereits gesättigten Schweizer Schuhmarkt und die Veränderung der Kaufgewohnheiten der Verbraucher in der Schweiz, die ihre Schuhe vermehrt in Frankreich, Italien und Deutschland kaufen, verunmöglichen die Weiterführung der Bata-Läden in der Schweiz“, teilte der Konzern mit.

Folglich sehe sich der Konzern gezwungen, seine 29 Filialen in der Schweiz zu schließen. Vom Abbau betroffen sind rund 175 Stellen.

Der Hauptsitz mit seinen 30 Mitarbeitenden in den Büros in Lausanne seien jedoch nicht betroffen.

Laut Konzernangaben habe die Schweizer Unternehmensführung die betroffenen Angestellten informiert und mehrere Lösungen vorgeschlagen. Dazu zählt unter anderem der Versuch, für rund 40 Angestellte und Auszubildende einen Job bei anderen Einzelhändlern zu finden.

Bata betont, dass die Marke in der Schweiz über den Onlinehandel weiterhin präsent bleibt. Bei anderen Detailhändlern seien die Schuhe der Marke zudem weiterhin im Angebot.

Zum genauen Zeitpunkt der Filialschließungen machte der Konzern keine Angaben. Die Gewerkschaft Unia prangert die „Massenentlassungen“ an. Ihren Informationen zufolge sollen die endgültigen Schließungen „Ende Juli“ erfolgen.

Bata zählt zu den weltweit führenden Schuhhändlern. Der Konzern umfasst 5000 Läden in über 70 Ländern und beschäftigt insgesamt über 30 000 Angestellte.

In Frankreich befinden sich die Bata-Läden in einem Sanierungsverfahren und dürften von einem Konsortium von sieben Marken übernommen werden (darunter Courir und Etam). Dies gaben der Sprecher des Konsortiums und der Geschäftsführer des Konzerns am Donnerstag bekannt.

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