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Veröffentlicht am
28.01.2013
Lesedauer
3 Minuten
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Bread & Butter: ruhiger aber sehr international

Veröffentlicht am
28.01.2013

Die Bread & Butter wurde von Besuchern und Ausstellern mit einer zentralen Frage erwartet: Wie verhält sich die Berliner Messe angesichts der Turbulenzen auf dem Denimmarkt, die auch den Sektor der Urbanwear nicht unberührt lassen? Nach Ende des dreitägigen Events waren die befragten Aussteller relativ zufrieden. Die Veranstalter, die seit der Rückkehr der Messe nach Berlin im Juli 2009 keine Zahlen mehr veröffentlichen, präzisierten lediglich, dass 70 Prozent der Besucher aus dem Ausland kamen.

Die Bread & Butter sieht für ihre nächste Auflage im Juli eine neue Hallenaufteilung vor.

Die Zahl der Japaner hat sich sogar verdoppelt, aber im Gegensatz zu den anderen Auflagen war der erste Vormittag der Messe eher mäßig besucht. In gewisser Hinsicht wird von Seiten des Veranstalters der Eindruck der Besucher bestätigt. „Das Vorziehen des Termins um einen Tag hatte positive Auswirkungen: statt des gewohnten ruhigen Freitags wurde die Bread & Butter an allen drei Tagen gleichbleibend stark frequentiert“, wird aus der Pressemitteilung bekannt. „Die Messe ist gut für uns gelaufen. Wir haben eine Aktion zur Personalisierung von Jeans durchgeführt und konnten damit Besucher für unseren Stand interessieren. Seitens der Franzosen gab es nur wenige Einkäufer, rund zwanzig“, bemerkt Philippe Atlani, Leiter der französischen Filiale von Pepe Jeans. Bei der Gelegenheit hat er sich mit den Einkäufern von Kaky Crazy, Fiesta, Gedenim, Citadium, Galeries Lafayette u.a. getroffen. „Wir haben deutlich festgestellt, dass das Angebot in Berlin nicht mehr ganz so konzentriert und die Bread & Butter dieses Jahr ruhiger war, vor allem am letzten Tag“, bestätigt Anne-Katrin Hummel von Flip*Flop.

Der Eindruck der Aussteller ist aber, wie bei jeder Messe, stark davon abhängig, in welcher Halle sie ausgestellt haben. „Wir sind zufrieden mit der Messe und die Halle war in Bezug auf Markenverteilung und -umfeld sehr gut. Das Angebot wurde überdacht, was positiv ist“, unterstreicht Jérôme Tordjmann, Exportleiter von Eleven Paris.

Im Allgemeinen wurde diese Auflage als Übergangsevent erlebt. Karl-Heinz Müller, der (vielleicht ein bisschen zu) viel Zeit bei der Pressekonferenz darauf verwendet hatte, die Abwesenheit der großen Marken zu erklären (von Replay über Levi's bis Miss Sixty, stellte die großen Leitlinien der Juliausgabe vor. Auf dem Programm steht ein Damenbereich im Sinne des L.O.C.K-Areas, das authentischen Marken wie Barbour, Aigle oder Armor Lux gewidmet ist. Der Name des neuen Damenkonzepts, mit dem die weibliche Seite des Events wiederbelebt werden soll, wurde aber noch nicht bekannt gegeben. „Die Einzelhändler suchen neue Womenswear-Jeansmarken“, meint Emmanuel Goffaux von Liu Jo.

Die Abwesenheit großer Namen des Denims und die neue Hallenaufteilung haben vor allem Marken wie Freeman T. Porter, Eleven Paris, Le Temps des Cerises, Elvine, usw. mit ihren sichtbareren Ständen Aufwind gegeben. „Rund alle zehn Jahre befinden wir uns am Ende eines Lebenszyklus. Wir hatten im Sortiment urbane Outdoor-Mode mit Timberland und Chevignon, sportliche Street-Mode mit Com8 und Urbanwear mit Diesel, G-Star und Kaporal. Und morgen? Meiner Meinung nach gehen wir in Richtung britischer Preppy- oder italienischer Boheme-Chic“, fasst Jean-Paul Chouraqui, Mitgründer der Kette Fiesta zusammen.

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Tags :
Mode
Denim
Messen