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Veröffentlicht am
19.07.2018
Lesedauer
2 Minuten
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Burberry steht in der Kritik wegen Vernichtung von Lagerbeständen

Veröffentlicht am
19.07.2018

Ähnlich wie H&M, steht nun auch Burberry wegen der Vernichtung überschüssiger Lagerbestände stark in der Kritik. Es zeigt, dass nicht nur der Massenmarkt unverkaufte Ware lieber zerstört, anstatt sie zu recyceln.

Burberry - Herbst/Winter 2017 - Womenswear - London - © PixelFormula


In einem Bericht vom Donnerstag wurde hervorgehoben, dass das Luxusunternehmen im vergangenen Jahr mehr als 28 Millionen Pfund an unverkauften Produkten vernichtete und dass der Wert seiner Abfallprodukte in nur zwei Jahren um 50 % und seit 2013 um mehr als das Sechsfache gestiegen sei.

Das bedeute nicht zwangsläufig, dass das Unternehmen schlechter prognostiziert, was es verkaufen wird. Die wachsende Produktion liege in den weltweit steigenden Verkäufen begründet.

Aber ungeachtet dieser Tatsache stellt diese große Menge an Abfall ein Problem dar, und es ist unwahrscheinlich, dass die Millennial-Verbraucher mit Umweltbewusstsein, eine Zielgruppe von Burberry, dieses Vorgehen gutheißt.

Die Times berichtete, dass Burberry Produkte im Wert von über 90 Millionen Pfund in den vergangenen fünf Jahren vernichtet wurden und dass damit potentielle Kunden verärgert werden, was auch bei einigen Aktionären der Fall ist.  Ein Anleger fragte auf der Burberry Jahreshauptversammlung, warum den privaten Investoren die unverkauften Produkte nicht angeboten würden.

Das Unternehmen gab zu, dass die überschüssigen Produkte durch Verbrennen entsorgt wurden und gab an, dass die Ware mit Spezialverbrennungsanlagen vernichtet wird, die Energie aus dem Prozess wiederverwerten. Energie aus Abfall zu generieren, ist weltweit ein wachsender Trend, auch wenn der Ansatz von Burberry die Kunden nicht allzu sehr anspricht, da der Konsument dabei eher an übriggebliebene Kartons denkt, anstatt an hochpreisige Modeartikel.

Burberry befindet sich in einer schwierigen Lage, da es zwischen Verbraucher und Aktionäre steht. Ein regulatorischen Umfeld, in dem immer häufiger diejenigen bestraft werden, die nicht recyceln, wobei eine sorgfältige Vertriebskontrolle der Produkte erforderlich ist, damit sie nicht auf den grauen Markt gelangen. Ein Produkt, das in die falschen Hände gerät, könnte das Markenimage Burberrys schädigen.

Das Unternehmen verteidigt sich und führt an, dass es die Thematik "extrem ernst" nehme und dass der Überschuss auf seinen Deal mit Coty zurückzuführen sei und daher mehr Kosmetika als üblich vernichten musste.

Die Tageszeitung wandte sich weiteren britischen Luxusmarken zu, um zu erfahren, was mit ihren Abfällen geschieht, aber nur das Unternehmen Temperley antwortete. Es hieß, unverkaufte Kleidung sei entweder für wohltätige Zwecke gespendet oder über den Outlet-Store von Bicester Village verkauft worden.
 

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