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Veröffentlicht am
19.11.2012
Lesedauer
2 Minuten
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CBRE-Studie: Deutschland und E-Commerce stehen im Mittelpunkt

Veröffentlicht am
19.11.2012

Anlässlich der MAPIC-Messe versucht sich jede große internationale Immobilienagentur an einer Studie über die Entwicklung des Sektors. Die soeben veröffentlichte Studie des Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE über die erklärten Entwicklungsziele der Einzelhändler, sowohl bezüglich der eigentlichen Filialen, als auch im Bereich E-Commerce, liefert einige interessante Ergebnisse.

Im Rahmen der Studie wurden die hundert wichtigsten Einzelhändler in Europa und dem Nahen Osten befragt. 40 % davon planen, im nächsten Jahr ihre geografische Online-Reichweite auszubauen, im Vorjahr waren es lediglich 28 %. Dies belegt deutlich das Interesse, das dem Multichannel-Einzelhandel beigemessen wird.

Zudem bekräftigten die befragten internationalen Einzelhändler ihren Wunsch, im nächsten Jahr auch ihr reales Ladennetz ausweiten zu wollen. Ein Drittel der Unternehmen sprach von 11-30 Ladeneröffnungen im EMEA-Raum (Europa, Nahost und Afrika). Angesichts der Schwierigkeiten, Zugang zu erstklassigen Standorten zu erhalten, handelt es sich für CBRE dabei zwar um eine ehrgeizige, jedoch sicher realistische Zielsetzung. 20 % der Marken rechnen mit 30 oder mehr Ladeneröffnungen in diesem Gebiet. Dies bleibt der Immobilienagentur zufolge ehrgeizig, auch wenn die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen hat (25 %).


Deutschland ist bei den internationalen Marken heiß begehrt.



Für die Spezialisten der Handelsimmobilienbranche ist die Studie vor dem Hintergrund der steigenden Online-Umsätze also durchaus beruhigend. Peter Gold, Direktor des Retail Cross Channel von CBRE besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Läden und dem Multichannel-Einzelhandel. „Der Onlineverkauf beschert den Läden mehr Besucher und die Marken nutzen ihn als Möglichkeit, ihre Ladenstandorte zu stärken“, unterstreicht er. Er weist jedoch auch darauf hin, dass der Multichannel-Einzelhandel in den bestehenden und neuen Stores zu höheren Investitionen führt. „Das sagen die Marken selbst“, erklärt er.


Ein Zadig & Voltaire-Store in Deutschland



Weiterer wichtiger Befund der Studie: Das begehrteste Expansionsziel der Befragten ist im kommenden Jahr Deutschland, mit 54 % der Marken. „Dies widerspiegelt das Gewicht der deutschen Wirtschaft in der Eurozone“, so CBRE. Weiter ist der Studie zu entnehmen, dass im ersten Halbjahr 2010 20 neue internationale Marken im deutschen Markt Fuß gefasst haben, dem CBRE zufolge hauptsächlich Luxusmarken und Marken der gehobenen Preisklasse: Paule Ka, Zadig & Voltaire, Stone Island, Belstaff, J. Lindberg, Tory Burch, usw. Karsten Burbach, Head of Retail bei CBRE, erwähnt zudem die Eröffnung von vier neuen Apple-Stores und der ersten deutschen Filialen der Marke Hollister in Bonn und Stuttgart.

Zu den weiteren begehrtesten Märkten gehören nach Deutschland Österreich (25 Prozent), die Niederlande (24 Prozent), Großbritannien (24 Prozent), Polen (23 Prozent), Spanien (23 Prozent) und Frankreich (22 Prozent).

Die Zahlen müssen natürlich angesichts der bereits erfolgten Ladeneröffnungen und der potenziellen Niederlassungen in den Prime-Spots in der Innenstadt oder in Einkaufszentren zu vernünftigen Preisen analysiert werden.

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