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Fast Retailing beteiligt sich an Lemaire

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 24.07.2018
Lesedauer
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Der japanische Konzern Fast Retailing verstärkt seine Beziehungen zum Designer Christophe Lemaire. Dieser wurde 2016 künstlerischer Leiter des Pariser R&D Centers von Uniqlo, nun hält das japanische Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung am Modehaus des Designers. Christophe Lemaire und seine Partnerin Sarah-Linh Tran behalten die Kontrolle über das Unternehmen.

Christophe Lemaire - Uniqlo


Es handelt sich um eine Kapitalreorganisation, da BPI France, das Lemaire seit 2015 über den Fonds Mode et Finance 2 unterstützt, dem weltweit agierenden Industriekonzern Platz macht. Der Umsatz der Pariser Marke für Herren- und Damenmode "ist in 3 Jahren von 2 auf 10 Millionen Euro gestiegen", so BPI France. Eine Organisation, auf die sich der Designer verlassen konnte, "in einer Zeit, in der unser Unternehmen wachsen und sich strukturieren musste", so Christophe Lemaire. "Das Projekt und die Marke haben nun eine Reife erreicht, die es uns ermöglicht, in eine neue Entwicklungsphase einzutreten, indem wir Fast Retailing, bereits seit 2015 strategischer Partner des Unternehmens, in unser Kapital aufnehmen."

Fast Retailing gibt darüber hinaus bekannt, seine Partnerschaft mit Christophe Lemaire als künstlerischer Direktor von Uniqlo um weitere fünf Jahre zu verlängern. Dies ist nicht die erste Investition der japanischen Gruppe im Bereich hochwertiger Prêt-à-porter-Mode, sie ist bereits seit 2003 im Besitz der Marke Theory. Fast Retailing, dessen französische Marken Princesse tam tam und Comptoir des Cotonniers zu kämpfen haben, beabsichtigt derzeit nicht, das Label Lemaire zu einer Tochtergesellschaft der Gruppe zu machen.

Christophe Lemaire hatte sich in der Saison Herbst/Winter 2015 erstmals mit Uniqlo für eine Capsule Collection zusammengetan. Für den Frühjahr/Sommer 2016 wurde eine zweite Mini-Kollektion kreiert, bevor er im selben Jahr an die Spitze der Uniqlo U-Linie berufen wurde. Das Ergebnis der Zusammenarbeit: eine Garderobe mit funktionalen und schlichten Basics, die mit einem kreativen Touch aufgewertet wurde.

Getrieben durch die Exporterweiterung von Uniqlo plant die Gruppe mit 3.400 Stores im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von über 2.100 Milliarden Yen (16 Milliarden Euro), was einer Steigerung von 13,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Mit dem Eintritt von Fast Retailing in das Kapital konsolidiert Lemaire seinen Aktienbesitz und stärkt gleichzeitig seine Verbindungen zum japanischen Riesen. Die für ihren zeitlosen Chic bekannte und in Japan besonders geschätzte Marke wird ihre Entwicklung fortsetzen können.

Zwischen 2012 und 2017 hat sich der Umsatz verfünffacht. Die Marke, die im Jahr 2015 von Christophe Lemaire in Lemaire umbenannt wurde, verfügt über eine eigene Boutique in Paris, im Marais, in der Rue de Poitou 28.

Die 1991 gegründete Marke, die in den 2000er Jahren wenig aktiv war, da Christophe Lemaire die künstlerische Leitung von Lacoste, dann Hermès übernahm, wird am 26. September auf den Pariser Laufstegen in ihrer ersten gemischten Show ihre Herren- und Damenkollektion präsentieren.

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