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Fast Retailing: Weniger Reingewinn im ersten Halbjahr

Von
AFP
Veröffentlicht am
today 07.04.2016
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Der japanische Bekleidungskonzern musste in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2015/2016 aufgrund des stockenden Absatzes in Japan und globalen Gewinneinbußen bei Uniqlo einen Rückgang des Reingewinns um über 50 Prozent hinnehmen. Vor diesem Hintergrund korrigierte Fast Retailing seine Jahresprognose stark nach unten.



Von Ende September 2015 bis Februar 2016 erzielter Konzern einen Reingewinn von 47 Milliarden Yen (361 Millionen Euro), in der Vergleichsperiode im Vorjahr waren es 104,8 Milliarden Yen.

Das Ergebnis enttäuscht angesichts des um 6,5 Prozent auf 1011,7 Milliarden Yen (4 Milliarden Euro) angestiegenen Umsatzes. Getragen wurde dieser vom Wachstum verschiedener Marken der Gruppe im Ausland.

Der Betriebsgewinn von Fast Retailing sank um 34 Prozent auf 99,35 Milliarden Yen. Begründet wird dies unter anderem durch die höheren Ausgaben zur Ankurbelung des Absatzes in Japan. Dieser wurde laut Konzern von den schlechten Witterungsbedingungen in Mitleidenschaft gezogen.

So verfehlte Uniqlo aufgrund des späten Winters in Japan seine Umsatzprognosen mit den Winterkollektionen (unter anderem die HeatTech-Linie). Die 844 japanischen Uniqlo-Stores mussten zudem gegen schwindende Besucherzahlen ankämpfen.

Die um 12,7 Prozent höheren Einnahmen der nun 890 Läden (174 mehr als ein Jahr zuvor) reichten nicht aus, um den 31,4-prozentigen Einbruch des Betriebsgewinns auszugleichen. Dieser belief sich durch operative Verluste in den USA und eine schwächere Rentabilität in China und Südkorea lediglich auf 29,4 Milliarden Yen.

Einziger Lichtblick scheinen die anderen Marken des Konzerns zu sein (wie beispielsweise Comptoir des Cotonniers, Theory, J Brand und andere). Ihr Gesamtumsatz verbesserte sich im vergangenen Jahr um 12,9 Prozent und der Betriebsgewinn um 21,9 Prozent.

Somit sah sich der Konzern des japanischen Milliardärs Tadashi Yanai gezwungen, seine Jahresprognosen bereits zum zweiten Mal nach unten zu korrigieren.

Erwartet wird zwar weiterhin ein Umsatzplus von 7 Prozent auf 1800 Milliarden Yen (100 Milliarden weniger als zuvor), doch betrifft die Korrektur vor allem den Betriebsgewinn. Hier rechnet Fast Retailing mittlerweile mit einem Rückgang um 27 Prozent auf 120 Milliarden Yen (anstelle wie ursprünglich vorgesehen ein Plus von 9,4 Prozent auf 180 Milliarden Yen). Beim Bilanzgewinn geht der Konzern nicht mehr von 110, sondern lediglich von rund 60 Milliarden Yen aus.
 

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