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Galeria Kaufhof: Neue Zahlen zum Verlustgeschäft

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today 24.07.2018
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​Laut eines Berichts des Magazins Wirtschaftswoche lag der Verlust der Warenhauskette vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ende April bei 30 Millionen Euro und stieg damit um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wirtschaftswoche beruft sich dabei auf interne Dokumente, eine Bestätigung der Zahlen von Galeria Kaufhof blieb aus.

Galeria Kaufhof-Filiale am Berliner Alexanderplatz - Galeria Kaufhof GmbH


Der Umsatz in den Monaten zwischen Februar und April sei um 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Kaufhof gibt an, flächenbereinigt beträgt der Umsatzrückgang 6,2 %. Laut Dokumenten, die dem Magazin Wirtschaftswoche vorliegen, sei das Ergebnis auf den Absatzrückgang von Herrenschuhen, Handtaschen und Haushaltswaren zurückzuführen. Als Grund gab Kaufhof Filialschließungen und das Wetter an. Mit den Filialschließungen ging auch Stellenabbau einher. Insgesamt wurde die Zahl der Vollzeitstellen im Verkauf um 1.000 gekürzt und liegt jetzt bei 8.900 Mitarbeitern. Dabei handele es sich um "eine Anpassung der Umsatzentwicklung der vergangenen zwei Jahre, da eine Senkung der Kostenbasis unerlässlich sei."

Seit Anfang Juli stehen Kaufhof-Eigner Hudson's Bay Company (HBC) und der österreichische Karstadt-Eigentümer René Benko in Verhandlungen. Laut Wirtschaftswoche tauchte bereits im Vorfeld eine Präsentation zur Gründung einer "Deutschen Warenhaus Holding" auf, die dem Magazin zugespielt wurde. Darin wird aufgeführt, dass die Fusion eine Ersparnis in der Höhe von 200 Millionen Euro jährlich bringen würde, da der Wareneinkauf günstiger ausfiele was die Marge um 1 % verbessere. Einsparungen im Bereich Logistik,  IT und bei Verwaltungs- und Gebäudekosten könnten eine Ersparnis von 64,5 Millionen Euro ermöglichen. Auch Personalkosten könnten durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen um 65 Millionen Euro sinken.

Es werde versucht, so viele Standorte wie möglich zu erhalten. Insgesamt könnten jedoch 15 bis 20 einer Schließung bevorstehen. Betroffen sind vor allem Filialen, die nicht nachhaltig rentabel zu betreiben sind, oder sehr dicht beieinander liegen, heißt es in der Präsentation.



 

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