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Veröffentlicht am
28.11.2017
Lesedauer
2 Minuten
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Galeries Lafayette möchte 22 Stores an Franchisenehmer abtreten

Veröffentlicht am
28.11.2017

Die Abgabe von 22 Galeries Lafayette Stores in Provinzgebieten an Franchisenehmer betrifft fast die Hälfte der unterhaltenen Häuser und mehr als 900 Mitarbeiter, so wurde es laut Angaben der Gewerkschaft anlässlich einer Sitzung des Zentralbetriebsrates mitgeteilt.

LUDOVIC MARIN / AFP


Die Geschäfte, die nach wie vor unter der Leitung von Galeries Lafayette verbleiben werden, sind Teil der MGL-Einheit, die 53 Filialen in Frankreich umfasst mit Ausnahme des Flagshipstores auf dem Boulevard Haussmann in Paris. Drei Franchisenehmer seien laut der Quellen interessiert. Die Geschäftsführung der Galeries Lafayette hat auf Anfrage zur Stellungnahme gegenüber FashionNetwork.com keinen Kommentar gegeben.

Die betroffenen Standorte liegen in mittelgroßen Städten, die vor allem mit einem Rückgang der Umsätze im Bereich Bekleidung kämpfen. Es betrifft daher die Häuser in Agen, Amiens, Angoulême, Beauvais, Bayonne, Belfort, Besançon, Caen, Cannes, Chalon-sur-Saône, Chambéry, Dax, La Roche-sur-Yon, La Rochelle, Libourne, Lorient Montauban, Niort, Rouen, Saintes, Tarbes und Toulon.

In dem Versuch, diese Geschäfte wiederzubeleben, könnte die Gruppe deshalb lokalen Akteuren das Zepter überlassen, um eine neue Dynamik unter Berücksichtigung des regionalen Kontextes zu stimulieren. Fünf Galeries Lafayette Häuser sind bereits in Franchise-Hand: Das ist zum Beispiel der Fall in Beziers, wo das Management des Warenhauses im Jahr 2015 auf einen lokalen Modehändler übertragen wurde.

Seit 2014 hat Galeries Lafayette einen Prozess der Neuerfindung der Häuser in Frankreich initiiert. Drei unprofitable Märkte wurden im Jahr 2015 in Thiais, Béziers und Lille geschlossen, im letzten Oktober eröffnete aber ein Verkaufspunkt in Carré Sénart mit einem völlig neuen Ansatz. Die Gruppe konzentriert sich ebenso auf seine Investitionen für den Pariser Flagshipstore Boulevard Haussmann, der einen Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet (fast so viel wie der Rest der französischen Häuser gemeinsam), und plant die im Jahr 2018 beginnende Renovationsphase bis spätestens 2020 abzuschließen.

Galeries Lafayette konzentriert sich auch auf die internationale Entwicklung (Dubai, Casablanca, Peking, Jakarta, Istanbul, Beirut, ...), um dort das Franchise-Format auszudehnen. Das Unternehmen hat vor kurzem die Eröffnung eines zweiten Verkaufspunktes in Istanbul und eines Franchise-Geschäfts in Kuwait für 2019 angekündigt, zudem soll ein Geschäft im Jahr 2018 in Doha eröffnen.

Die Galeries Lafayette Gruppe, die sich u.a. aus dem BHV Marais und anderen Marken wie Guérin Joaillerie oder Louis Pion zusammensetzt, erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.

(Marion Deslandes mit AFP)

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