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Global Fashion Agenda: Roadmap für mehr Nachhaltigkeit in der Mode

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 28.03.2018
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Der 2009 von Eva Kruse eingeführte Copenhagen Fashion Summit findet am 15. und 16. Mai unter dem Mantel der Global Fashion Agenda erstmals an zwei Tagen statt. Im Vorfeld veröffentlicht die Organisation nun ihre erste sogenannte CEO-Agenda, eine Art Nachhaltigkeits-Roadmap für Führungskräfte der Modebranche. Der Bericht wurde in Zusammenarbeit mit Konzernen wie Kering, H&M und Li & Fung erarbeitet und zeigt sieben prioritäre Handlungsachsen für eine nachhaltigere Mode auf.

Die Global Fashion Agenda veröffentlicht ihre erste CEO-Agenda.


"Die Mode bildet eine der bedeutendsten Branchen weltweit, doch stellt sie im Hinblick auf ihren Ressourcen- und Personalbedarf sehr hohe Anforderungen. Die ökologischen, sozialen und ethischen Herausforderungen, denen die Industrie heute gegenübersteht, stellen nicht nur für unseren Planeten eine Bedrohung dar, sondern auch für die ganze Branche. Deshalb haben wir heute gar keine andere Wahl, als die nachhaltige Entwicklung zu einem festen Bestandteil der Geschäftsstrategie aller Unternehmen zu machen", erklärt Eva Kruse, CEO von Global Fashion Agenda.

Der Bericht setzt zunächst drei Prioritäten fest, bei denen umgehender Handlungsbedarf besteht. Zunächst muss durch die ganze Versorgungskette hindurch eine bessere Rückverfolgbarkeit gewährleistet werden. In einer stark fragmentierten Produktionslogik, wie sie in der Modebranche vorherrscht, stellt dies eine große Herausforderung dar. Der zweite Fokus ist die intelligente Nutzung von Wasser, Strom und Chemikalien, an dritter Stelle steht die Sicherheit der Produktionsstätten für die Arbeitnehmer. Im Bericht wird darauf verwiesen, dass weltweit 60 Millionen Menschen in der Modebranche arbeiten. Die Spanne möglicher Berufsrisiken ist breit und erstreckt sich von Sicherheitsbedenken bis hin zu Diskriminierung.

Anschließend listet die CEO-Agenda vier weitere Prioritäten auf, die schrittweise umgesetzt werden sollten, um eine tiefgreifende Reform der Modeindustrie herbeizuführen.

Dabei geht es zunächst um die Verwendung umweltverträglicher Materialien, um die negativen Auswirkungen der heutigen Fasern einzudämmen und innovative, nachhaltigere Fasern zu entwickeln. Dann drängt der Bericht die Führungskräfte der Modebranche dazu, so weit wie möglich in geschlossenen Kreisläufen zu denken, d. h., bereits bei der Konzeption der Produkte und der neuen Kollektion an die spätere großflächige Wiederverwendung und -verwertung dieser Produkte zu denken. Anschließend betont der Bericht die Bedeutung besserer Lohnsysteme und regt schließlich zu einer "vierten industriellen Revolution" an.

Bis 2025 werde die Bekleidungsproduktion zu 25 Prozent von Robotern und Maschinen ausgeführt. Diese Entwicklung betrifft in erster Linie wenig qualifizierte Arbeitsplätze in Schwellenländern. In der CEO-Agenda werden Führungskräfte der Modebranche deshalb daran erinnert, wie wichtig es sei, die Arbeitskräfte auf diese unabwendbaren Veränderungen vorzubereiten.

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